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Munich-Re-Töchter kaufen bei Apple und mieten in Moskau

12.01.2017 – Moskau by_Helga Hauke_pixelio.deDer Vermögensverwalter Meag kauft 382.244 Aktien im Wert von 42,9 Mio. US-Dollar. Das ist die drittgrößte Position im Portfolio der Munich-Re-Tochter. Sorgenkind Ergo richtet sich dagegen neu in Moskau ein. Die Düsseldorfer arbeiten seit 25 Jahren in Russland und haben 3.200 Quadratmeter im Bürokomplex Silver City im Stadtzentrum der Hauptstadt bezogen.

Niedrigzinsen treiben Versicherer ins Risiko. 80 Prozent der Kapitalanlagen liegen nach wie vor in Rentenpapieren, 4,4 Prozent sind laut GDV in Aktien investiert. Meag, Vermögensverwalter von Munich Re, hat seine Anteile im dritten Quartal 2016 bei Apple auf 2,1 Prozent aufgestockt.

Die Apple-Aktie ging im Mai bis auf 90 Dollar zurück. Seitdem hat sich das Papier wieder etwas erholt und notiert nach einer erneuten Zickzack-Bewegung bei knapp 118 Dollar, dem bereits Ende Oktober letzten Jahres erreichten Stand. Im Geschäftsjahr 2015/16 meldete der Konzern rückläufige Erlöse. Auch in den vergangenen drei Quartalen waren die Verkäufe niedriger als im Jahr zuvor. Doch mit dem ersten Quartal des Geschäftsjahres könnte der Trend gebrochen werden. Einerseits scheint das neue iPhone 7 sehr gut anzukommen, anderseits könnte Apple von den Steuerprivilegien unter Donald Trump profitieren. Eine Steueramnestie für Auslandsguthaben ist geplant und gerade Apple hat eine Bargeldposition von 200 Mrd. US-Dollar bei ausländischen Töchtern angehäuft.

Nicht nur Staatsanleihen und Aktien sind beliebte Investments für Versicherer. Auch Immobilien gelten als sichere Anlagen mit hervorragender Renditeentwicklung. Vor einem Monat bezahlte die Allianz Schweiz für Immobilien in der Westschweiz 290 Mio. Franken, darunter befindet sich auch der Nespresso-Hauptsitz am Genfer See. Die Immobilienquote deutscher Versicherer ist laut dem Trendbarometer von EY Real Estate von 7,6 Prozent im Jahr 2015 auf 9,3 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

Dabei sind Versicherer nicht immer Eigentümer, sondern müssen Bürokomplexe auch teuer mieten. Die russische Investmentgesellschaft O1 Properties, die insgesamt 4,22 Mrd. US-Dollar verwaltet, vermietet 3.200 Quadratmeter an den Düsseldorfer Ergo-Konzern. (dg)

Bild: Bürokomplex in Moskau (Quelle: Helga Hauke / pixelio.de)

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