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Munich Re jagt nach Parkgebühren der Allianz

03.07.2017 –

parkkaus_pixelio.deEin Konsortium um Munich Re und China Life steigt beim größten US-amerikanischen Anbieter für Parkplatzanlagen, Interpark, ein. An mehr als 49.000 zentralen Stellplätzen verdient der Rückversicherer nun mit, an einem Standort tritt Munich Re in Konkurrenz zur Allianz, die schon 2009 in diesen Markt eintrat.

 

“Die Investition in US-amerikanische Parkplatzanlagen diversifiziert unser Portfolio weiter und hilft uns dabei, nachhaltige, kalkulierbare Cashflows zu generieren, die dazu beitragen, die Verbindlichkeiten von Munich Re abzudecken”, begründet Holger Kerzel, Managing Director der Munich Ergo Asset Management (Meag), das Geschäft. “Da sich das substanzielle Kerngeschäft von Munich Re auf Nordamerika konzentriert, ist es naheliegend, dass auch die MEAG einen klaren Fokus auf den US-Markt legt.”

Neu ist die Idee, in den USA Parkraum zu bewirtschaften, in der Branche hingegen nicht: In Chicago steht Munich Re nun in nahezu direkter Konkurrenz zur Allianz, die sich 2009 zu 25 Prozent beim der lokalen Park Chicago einkaufte. Park Chicago besitzt auf 75 Jahre die Konzession, an rund 36.000 Stellplätzen Parkuhren aufzustellen oder mit mobilen Zahldiensten abzukassieren. Eine stabile Rendite erhalten in der Public-Private-Partnership nicht nur die Konsortialpartner ein, auch die Stadt Chicago verdient an jedem Park-Euro.

Großes Konsortium mit großem Geschäftsgebiet

57 Standorte mit Parkhäusern und -plätzen gehen von Alinda Capital Partners an das Joint Venture. Dieses besteht aus Life und der staatlichen Investionsgesellschaft der Volksrepublik, dem dänischen Pensionsfonds PFA und Munich Re. Antarctica Capital und TIAA Private Investment, eine Nuveen-Tochter von Nuveen und ortsansässiger Asset Manager, führen das Konsortium.

In der gemeinsamen Pressemitteilung beschreibt das Konsortium das Interpark-Portfolio als “geografisch diversifiziert”. Die 49.000 Stellplätze verteilten sich auf “große zentrale Geschäftsregionen und Flughäfen”. Namentlich werden die Städte Atlanta und Baltimore, Boston und Chicago, Houston und Minneapolis, Philadelphia und Phoenix, San Francisco und Washington D.C..

Über die Höhe ihres Anteils gab Munich Re bis Redaktionsschluss keine Auskunft, auch die anvisierte Rendite ist unklar. Für den deutschen Rückversicherer ist es nicht das erste Verkehrsinvestment: 2015 stieg Munich Re gemeinsam mit der Allianz sowie den Staaten China und Abu Dhabi bei Tank & Rast, einem Raststätten-Unternehmen, das verschiedene Services entlang deutscher Autobahnen anbietet. (vwh/de)

Bildquelle: Pixelio / www.pixelio.de

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