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Millionenschäden belasten GHV Darmstadt

02.08.2017 – Bilanz, Zahlen Boerse M. Gapfel_pixelio.deZwei Millionenschäden haben die auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe fokussierte Gemeinnützige Haftpflicht-Versicherungsanstalt Darmstadt (GHV Darmstadt) 2016 schwer belastet. Nach deutlich schlechterer Versicherungstechnik und gesunkenen Kapitalerträgen wird knapp 0,2 Mio. Euro Verlust ausgewiesen, der aus der Gewinnrücklage ausgeglichen wird.

Dank der Vermögensübertragung der Tierversicherung Schwalm-Eder Kassel-Hofgeismar VaG hat sich das Eigenkapital 2016 trotz des Verlustes sogar auf 17,6 (17,3) Mio. Euro erhöht. Laut SFCR-Bericht betrug die SCR-Bedeckungsquote 310,2 Prozent zum Bilanzstichtag. Der Spezialversicherer wendet das Standardmodell ohne Übergangsmaßnahmen an.

“Derzeit gibt es keine Vorhaben, die im laufenden Geschäftsjahr zu einer erheblichen Veränderung der Kosten führen können. Somit wird erwartet, dass das Jahresergebnis leicht verbessert ausfällt”, schreibt der Vorstand im Geschäftsbericht 2016. Der bundesweit tätige Nischenversicherer verbuchte 2016 fast gleich starkem Vertragswachstum 13,8 Mio. Euro Prämie (plus 2,0 Prozent). Nach Unternehmensangaben gab es keine Beitragsanpassungen. In den eigenen Büchern verblieben davon 10,1 (9,8) Mio. Euro. Wesentlicher Rückversicherer ist die E+S Rückversicherung AG.

Gewachsen ist vor allem die Sparte Kraftfahrtversicherung auf 5,46 Mio. Euro (plus 7,3 Prozent). Hier wurde die strikte Fokussierung der Risiken auf landwirtschaftwirtschaftlich Genutztes zum aktuellen Jahr gelockert. In der umsatzstärksten Sparte Allgemeine Haftpflicht sanken 2016 die Beiträge erneut um 2,4 Prozent auf knapp 8,0 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben gibt es “weitere Anstrengungen”, damit diese Sparte nicht noch stärker schrumpft. Seit Mitte 2016 betreibt die GHV zudem auch die Unfallversicherung.

Die bilanzielle Bruttoschadenquote betrug 89,6 (58,0) Prozent, da das Abwicklungsergebnis auf 4,1 (21,6) Prozent der Eingangsdeckungsrückstellung zurückfiel. Die Geschäftsjahresschadenquote f.e.R. erreichte 65,4 (59,6) Prozent. Im Geschäftsjahr gab es zwei Schadenfälle mit jeweils mehr als einer Million Euro Aufwand; darunter ein Spätschaden. Für die Autohaftpflicht wird eine bilanzielle Bruttoschadenquote von 93,8 (40,9) Prozent genannt. Während die Kostenquote brutto auf 25,7 (26,4) Prozent fiel, erhöhte sie sich netto auf 29,9 (24,1) Prozent. Die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen erhöhten sich auf 29,3 (24,6) Mio. Euro. (lie)

Bild: M. Gapfel / PIXELIO (www.pixelio.de)

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