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LVM wächst dank Elementarversicherung

08.02.2017 – Kleuker - quelle LVM_HinzDer münstersche Versicherer konnte 2016 seine Beiträge um 4,5 Prozent auf rund 3,4 Mrd. Euro steigern, wie die vorläufigen Geschäftszahlen zeigen. Wachstumstreiber war erneut die Muttergesellschaft LVM a.G., zu der das Schaden- und Unfallgeschäft gehört. Sie steigerte ihre Beitragseinnahmen um 5,1 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Zu verdanken hat sie das dem wachsendem Bewusstsein für Elementarrisiken in der Bevölkerung.

Schließlich können “Elementarereignisse existenzbedrohend sein und vor allem können sie jeden treffen, das haben die Starkregenereignisse der letzten Jahre gezeigt”, sagt Heinz Gressel, Vorstand für die Sparten Kraftfahrt, Haftpflicht, Rechtsschutz und Sach bei der Landwirtschaftlichen Versicherung Münster (LVM). Die Unwetterschäden im Mai und Juni 2016 kosteten die LVM etwa 20 Mio. Euro, schätzte der Versicherer im Sommer. 2015 lag die Belastung durch Elementarschäden bei 91 Mio. Euro (2014: 78 Mio. Euro).

Wie hoch der Gewinn für 2016 ausfällt, wird der Versicherer erst bei der offiziellen Präsentation der Geschäftszahlen verraten. Vorstandschef Mathias Kleuker erwartet einen “sehr erfreulichen Konzernjahresüberschuss für 2016″. 2015 lag der Gewinn trotz Belastung durch Unwetterschäden mit 152,5 Mio. Euro nur knapp unter dem Vorjahresniveau (2014: 153,7 Mio.). Kleuker hatte im Juli das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Jochen Herwig übernommen, der nach über 40 Jahren Unternehmenszugehörigkeit in den Ruhestand verabschiedet worden war.

In der Krankenversicherung verzeichnete LVM ein Plus von 3,5 Prozent, der Markt wuchs um 1,1 Prozent. Die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung entwickelten sich mit einem Plus von 2,9 Prozent positiver als der Markt, der mit -1,7 Prozent erneut eine rückläufige Entwicklung aufzeigt. Auf Klassik will der Versicherer nicht  verzichten. “Die LVM-Lebensversicherung möchte ihren Kunden trotz des schwierigen Kapitalmarktumfelds weiterhin Garantien bieten, die den Versicherten eine langfristige und verlässliche Planung ermöglichen”, erklärte Kleuer gegenüber VWheute vergangenes Jahr. Die EZB-Politik bezeichnete er einst als “Enteignung von Sparern und Lebensversicherungskunden”. Die LVM Leben senkt ihre Gesamtverzinsung 2017 auf 3,75 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent). Diese setzt sich laut Versicherer zusammen aus der laufenden Verzinsung von 2,65 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent), dem Schlussüberschuss und dem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven über 1,1 Prozent. (vwh/dg)

Bild: LVM-CEO Mathias Kleuker (links) und Jochen Herwig, der den Vorstandsvorsitz von 2011 bis Mitte 2016 innehatte. (Quelle: LVM/Hinz)

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