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Luanda ist die teuerste Stadt der Welt

22.06.2017 – luanda_wikipediaInternational agierende Versicherer sind bei der Auswahl ihrer Auslandsrepräsentanzen durchaus wählerisch. Dabei spielen nicht nur strategische Erwägungen eine zentrale Rolle, sondern auch die Lebenshaltungskosten. In einer aktuellen Studie hat das Beratungsunternehmen Mercer nun die Metropolen rund um den Globus unter diesem Aspekt untersucht. Das überraschende Ergebnis: Luanda ist die weltweit teuerste Stadt.

Damit löst die Hauptstadt des südwestafrikanischen Staates Angola erstmals die Millionenmetropole Hongkong ab. Auf den Plätzen drei und vier in der jährlich durchgeführten Analyse in 209 Großstädten weltweit folgen demnach die japanische Hauptstadt Tokio und die Schweizer Großstadt Zürich. Demnach wird das Ranking der teuersten Städte für Auslandsentsendungen laut Mercer in diesem Jahr von Europa und Asien angeführt. Auf den weiteren Plätzen der Top Ten folgen Singapur (Platz fünf), Seoul (Platz sechs), Genf (Platz sieben), Schanghai (Platz acht), New York (Platz neun) und die Schweizer Bundesstadt Bern (Platz zehn). Weltweit am günstigsten ist übrigens Tunis.

Blickt man lediglich auf Europa, belegen Zürich, Genf und Bern demnach die drei Spitzenplätze. Einen deutlichen Sprung nach oben machte die russische Hauptstadt Moskau, welche im weltweiten Vergleich auf Platz 14 (2016: Platz 67) landete. Auch die russische Metropole St. Petersburg machte im weltweiten Ranking einen deutlichen Sprung nach oben auf Platz 36 (2016: Platz 152).

Russland steigt auf – Deutschland rutscht ab

Im europaweiten Vergleich landete sie gar auf Platz sieben hinter Dänemark (Platz fünf) und London (Platz sechs). Die Gründe für den deutlichen Aufstieg der beiden russischen Großstädte sehen die Experten von Mercer vor allem in einem starken Rubel. Eine ähnliche Entwicklung erlebten laut Studie aufgrund von Kursverbesserungen des Brasilianischen Real auch sie südamerikanischen Metropolen São Paulo (27) und Rio de Janeiro (56).

Das andere Extrem erlebte hingegen die ägyptische Hauptstadt Kairo mit einem Absturz um 92 Plätze auf Rang 183. Hier mache sich vor allem der enorme Wertverlust des ägyptischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar bemerkbar, so Mercer “Besonders auffällig sind in diesem Jahr die Auswirkungen durch geopolitische und innerstaatliche Krisen, die zu einem Preisverfall in der Türkei, Ägypten und zahlreichen afrikanischen Ländern geführt haben”, so Ulrike Hellenkamp, Expertin für Auslandsentsendungen bei Mercer.

Gleichzeitig machte sich die schwache Notierung der europäischen Währungen gegenüber dem US-Dollar auch auf die deutschen Großstädte bemerkbar, so Mercer. So rutschten die fünf teuersten deutsche Städte – München (98), Frankfurt am Main (117), Berlin (120), Düsseldorf (122) und Hamburg (125) – im Ranking um durchschnittlich fast 20 Plätze gegenüber 2016 ab. Dahinter liegen Stuttgart (141), Nürnberg (168) sowie als günstigste deutsche Stadt Leipzig auf Rang 172.

“Neben der Abschwächung der europäischen Währungen im Vergleich zum US-Dollar ist ein moderater Anstieg der Inflation in vielen europäischen Städten unverkennbar. Dieser wirkt sich aber im Vergleich weniger stark aus”, kommentiert Hellenkamp, die Studie, für die jährlich etwa 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Freizeitangebote, in über 400 Städten auf fünf Kontinenten miteinander verglichen.

Und dennoch: “Die Globalisierung steht für viele Unternehmen ganz oben auf der Agenda und müssen deshalb ihre Mitarbeiter und Führungskräfte entsprechend darauf vorbereiten. Ein wichtiges Mittel dafür sind Entsendungen ins Ausland”, ergänzt Ilya Bonic, Senior Partner und Präsident des Bereichs Career bei Mercer.

HDI Global eröffnet Büro in Bern

Das die Versicherungsbranche trotz aller Abwägungen auf Expansion im Ausland setzen, zeigt der Industrieversicherer HDI Global mit der Eröffnung eines weiteren Schweizer Büros in Bern. “Bern ist Bundesstadt und gleichzeitig das Zentrum einer der wichtigsten Schweizer Wirtschaftsregionen. Von hier aus versorgen wir künftig unsere Kunden im Espace Mittelland mit hochwertigen Versicherungslösungen für nationale und internationale Unternehmen”, begründet Hans Mazenauer, Schweizer Niederlassungsleiter der HDI Global SE, den Schritt.

Dabei will der Industrieversicherer in der Schweizer Hauptstadt nach eigenen Angaben künftig alle wesentlichen Sparten der Industrieversicherung an, wie beispielsweise Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Transportversicherungen sowie Technische Versicherungen anbieten. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Versicherungsprodukten für kleinere und mittlere Unternehmen liegen, teilte die HDI mit. Zudem sollen die Kunden nach Unternehmensangaben auch Speziallösungen wie Cyber-Versicherungen und Managerhaftpflicht-Policen abschließen können.

Leiter des neuen Büros ist Dominique Marzetta, der in den vergangenen 30 Jahren für zwei Schweizer Versicherer vor allem im Underwriting und im Vertrieb tätig war. Nach Zürich und Lausanne ist Bern nun der dritte Standort der HDI in der Schweiz. Der Bezug des Berner Büros erfolgte laut HDI im Mai 2017. Die offizielle Eröffnung sei für Ende Juni 2017 geplant. (vwh/td)

Bild: Angolas Hauptstadt Luanda (Quelle: Fabio Vanin / CC BY-SA 3.0)

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