Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Ligastart: Versicherer dominieren Fußball-Sponsoring

18.08.2017 – fckoeln_devkPünktlich zum Start der neuen Bundesliga-Saison wird die DEVK neuer Hauptpartner des 1. FC Köln. So wird die 70 Quadratzentimeter große Werbefläche auf dem Trikotärmel der Geißböcke künftig vom Kölner Versicherer besetzt. Zum Ärmelsponsoring kommen die Bandenwerbung und eine Logenpartnerschaft in der Westtribüne des RheinEnergie-Stadions. Zudem soll das DEVK-Logo den Sessel des FC-Maskottchens Hennes VII. zieren.

“Der FC bedeutet Emotion pur im Fußball. Die Strahlkraft des Clubs ist außergewöhnlich. Uns verbinden dasselbe Herzblut, die gleichen Wurzeln. Gemeinsam können wir nur gewinnen”, kommentiert Hans-Joachim Nagel, Leiter der DEVK-Hauptabteilung Unternehmenskommunikation, Bank- und Direktvertrieb, die neue Partnerschaft mit dem Fußball-Bundesligisten.

“Wir sind sehr froh, mit der DEVK eine starke Marke für den Trikotärmel gefunden zu haben. Es passt zu unserer Philosophie, dass wir eine langjährige, vielseitige Partnerschaft eingehen, von der beide Seiten profitieren werden”, ergänzt Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln. Die Partnerschaft ist nach Unternehmensangaben auf vier Jahre angelegt.

Versicherer sind Spitzenreiter beim Fußball-Sponsoring

Damit reiht sich der Versicherer aus der rheinischen Domstadt in eine lange Reihe von Unternehmen ein, welche den deutschen Fußball sponsern. Insgesamt 15 der 18 Vereine haben inzwischen Sponsoren aus der Versicherungsbranche. Lediglich RB Leipzig, der VfB Stuttgart sowie der 1. FSV Mainz 05 erfahren derzeit keine Unterstützung aus der Assekuranz. Allerdings hatte der französische Kreditversicherer Coface immerhin vier Jahre lang die Namensrechte an der neuen Fußball-Arena am Stadtrand der Mainzer Landeshauptstadt inne.

Wenn heute Abend um 20:30 Uhr die erste Partie der neuen Saison in München zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen angestoßen wird, könnte man die Paarung auch “Allianz gegen Barmenia” nennen. So ist die Allianz bereits seit 2000 bei den Bayern eingestiegen. Neben den 2041 gesicherten Namensrechten an der Fröttmaninger Fußball-Arena hält der Münchener Versicherer zudem 8,33 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG, der ausgegliederten Fußball-Abteilung des deutschen Rekordmeisters. Allerdings ist die Allianz derzeit auch der einzige deutsche Versicherer, welcher sein Fußball-Sponsoring über die Landesgrenzen hinaus betreibt – Stichwort: Stadion-Sponsoring.

Etwas nüchterner fällt hingegen die Sponsoring-Bilanz der Barmenia aus. Vor einem Jahr ist der mittelständische Versicherer bei der Werkself als Hauptsponsor eingestiegen. Rund 5,5 Mio. Euro lässt sich das Unternehmen nach Angaben des Handelsblatts die Unterstützung pro Jahr kosten – fast soviel übrigens wie die Allianz. Nach einer mittelmäßigen Saison spielt der frühere Champions-League-Teilnehmer in dieser Saison jedoch nicht mal mehr international.

Regionaler Bezug steht im Fokus

Eines ist bei allen Versicherern jedoch erkennbar: Der regionale Bezug. Während die Allianz am Stammsitz München an den Start geht, unterstützt der kleinere Konkurrent Die Bayerische den sportlichen Stadtrivalen TSV 1860 München. Dies gilt übrigens auch für die Signal-Iduna an den beiden Zentralen in Dortmund und Hamburg, die HDI in Hannover und Köln, sowie die Nürnberger beim fränkischen Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Die Münchener WWK engagiert sich beim 60 Kilometer benachbarten FC Augsburg. Lediglich die Wiesbadener R+V ist beim FC Schalke 04 in Gelsenkirchen engangiert.

Einzige Ausnahme ist übrigens die Ergo: Anstelle eines Fußball-Vereins sponsort der Versicherer seit 2016 den DFB-Pokal. Gut 50 Mio. Euro lässt sich der Konzern das für drei Jahre kosten, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. “Wesentliches Indiz dafür ist die Reichweite, die durch die Werbung auf dem Trikot, der Bande oder im Stadionnamen erzielt werden kann”, kommentiert Thomas Netzer, Seniorpartner bei McKinsey in Köln und Autor einer Studie über den Wirtschaftsfaktor Bundesliga. In einem Punkt ist sich der Experte gegenüber dem Handelsblatt jedenfalls sicher: “Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Interesse am Produkt Fußball und der Bundesliga nachlässt”. (vwh/td)

Bild: (Quelle: obs/DEVK Versicherungen)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten