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Licht und Schatten bei der Provinzial Rheinland

03.05.2017 – walter_tesarczyk_provinzialOhne das “F-Wort” wird auch die diesjährige Bilanzpressekonferenz der Provinzial Rheinland nicht auskommen. Denn die neue Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe hat schon erklärt, Konsolidierungsmöglichkeiten innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe intensiv zu prüfen. Dabei dürften andere Entwicklungen mehr Augenmerk bedürfen – wie etwa die bei der Lippischen Landes-Brandkasse und in der Lebenssparte.

Die kleine Detmolder Gesellschaft war 2009 unter das Holding-Dach der Provinzial Rheinland geschlüpft und wird seither mit vergleichsweise viel Geld neu ausgerichtet. Und auch in der Lebenssparte läuft es mau: Mit einem Rückgang um 8,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro und rutschte die Provinzial Rheinland weiter auf Platz 19 (18) der Lebensversicherer ab.

Positiv: Das Geschäft mit den Einmalbeiträge, das bei allen, die über Banken verkaufen, überdurchschnittlich ist, wurde nochmals zurückgefahren. Bei den Nettorenditen, definiert als Nettoergebnis aus Kapitalanlagen in Prozent des mittleren Jahresbestandes an Kapitalanlagen, belegt der Lebensversicherer mit 3,78 Prozent für den Zeitraum 2011 bis 2015 im Map-Report den drittletzten Platz. Und: Zur bislang als ausreichend genug für klassisches Garantiegeschäft beschriebenen Solvency-ll-Quote gibt es noch keine Zahl; nur die Aussage, dass von den Übergangsmaßnahmen allein Volatility Adjustments genutzt würden.

Erfolge kann Provinzial-Chef Walter Tesarczyk für das Kompositgeschäft, aber auch sein im letzten Jahr gestarteten Zukunftsprogramm “Plan P” verkünden. Getragen von Kraftfahrt, Hausrat und Wohngebäude soll der Sachversicherer nach bisherigen Meldungen um 5,5 Prozent zugelegt haben und dabei eine marktüberdurchschnittlich gute Combined Ratio von 91,5 Prozent erzielt haben.

Herausragend ist dabei die Entwicklung bei der Sparkassen DirektVersicherung. Diese hat für 2016 ein Beitragsplus von fast 20 Prozent auf 96,5 Millionen Euro und eine für einen K-Versicherer exzellenten Combined Ratio von 94,2 Prozent gemeldet. (lie)

Bild: Walter Tesarczyk (Quelle: Provinzial)

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