Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Lebensversicherer im Leistungscheck

17.11.2017 – EKG_Michael Buehrke_pixelio.deDie Ratingagentur Assekurata hat die deutschen LV-Branche einem “Ertragskraft-Garantie-Check” (EKG) unterzogen. Damit soll die Ertragskraft der Lebensversicherer im “Auge behalten” werden, die erwartungsgemäß unterschiedlich ausfällt. Laut der Ratingagentur lassen sich Parallelen zwischen HGB und Solvency II ziehen.

Die rückläufigen laufenden Kapitalanlageerträge und die hohen Anforderungen der Zinszusatzreserve (ZZR) stellen die Ertragslage der Versicherer vor eine große Belastungsprobe – so weit, so bekannt. Wie sich die Versicherer unter diesen Umständen bewähren, wird mit dem EKG-Check geprüft und grafisch dargestellt.

Beim EKG-Profil werden die Komponenten der Ertragskraft und die Beträge zur Bedienung der Garantiezinsen und der ZZR einheitlich an der Deckungsrückstellung als Bezugsgröße relativiert und in ein Koordinatensystem übertragen, erklärt Assekurata. Von Vorteil ist jeweils eine Position möglichst weit links oben, da diese aus Anbietersicht auf einen geringen Rechnungszins (links auf der waagerechten Achse) und eine insgesamt hohe Ertragskraft (oben auf der senkrechten Achse) hindeutet.

Assekurate EKG_16.11.17

Der Nutzen der Grafik

Wie Verkäufer von Altersvorsorgeprodukten und auch Interessierte von der Grafik profitieren, erklärt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata: “Die grafische Anordnung der Unternehmen im EKG-Profil liefert Kunden und Vermittlern einen punktuellen Fingerzeig bei der Anbietersondierung“, führt Heermann aus. “Daraus abgeleitet zeigen sich die unterschiedlichen Positionierungen der Unternehmen dann auch bei der EKG-Quote in Form einer konkreten Kennzahl.”

Assekurata Geschäftsführer Reiner Will fasst die Situation der Lebensversicherer unter Zinsdruck und Solvency II noch einmal zusammen: “Der Druck auf die Produktprofitabilität, die Kosteneffizienz und letztlich die Neuausrichtung des Geschäftsmodells bleibt insgesamt hoch”, lautet das Fazit des Assekurata-Geschäftsführers.

Für Debeka-Vorstand Roland Weber ist das Grundübel an der Situation der Versicherer Solvency II, wie er in einem aktuellen Interview gegenüber VWheute bestätigt- Für ihn “zwingt Solvency II einigen Versicherern den Run-Off auf”. (vwh/mv)

Bild: EKG (Quelle: Michael Bührke / www.pixelio.de / PIXELIO )

Grafik: Assekurata

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten