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Kfz: JP Morgan rechnet mit weniger Schäden

09.07.2018 – KFZ-Schaeden_Unfall_seedo_pixelio.deDie deutschen Kfz-Versicherer dürfte die Prognose freuen: Die Analysten von JP Morgan erwarten in naher Zukunft sinkende Schäden durch Autounfälle und damit steigende Margen in der Kfz-Sparte. Grund dafür ist die gestiegene Sicherheit der Automodelle. Ähnliche Tendenzen stellen die Analysten auch in anderen europäischen Ländern wie der Schweiz, Spanien, Frankreich und den Benelux-Staaten fest.

So rechnet JP Morgan allein für die Allianz mit erheblichen positiven Effekten durch die verbesserte Sicherheit. Dabei gehen die Analysten davon aus, dass der operative Gewinn im nächsten Jahr um ein Prozent und im übernächsten Jahr um zwei Prozent höher liegen könnte als bislang gedacht. Zudem könnte die Schaden-Kostenquote in der Kfz-Versicherung um bis zu 0,6 Prozent sinken, berichtet die Börsen-Zeitung unter Berufung auf die Studie.

Dabei könnten die Veränderungen für die Versicherer noch gravierender werden. Geht nach einer Analyse der Axa Investment Manager (Axa IM), befindet sich im fundamentalen Wandel. Vor allem das gestiegene Umweltbewusstsein ändert mehr und mehr die Einstellung zum Fahren und Fahrverhalten. So gehören nicht nur Elektromotoren längst zum Alltag. Zudem gewinnen auch Fahrtenvermittler-Apps zunehmend an Bedeutung und verändern vor allem in Großstädten das Mobilitätsverhalten der Menschen.

So gehen die Analysten davon aus, dass das Bedürfnis nach Mobilität in den kommenden Jahrzehnten noch steigen wird. “Mobilität wird auch für die Menschen von morgen ein existenzielles Grundbedürfnis sein. Schätzungen zufolge wird sich die Anzahl der Autos bis 2040 weltweit auf etwa zwei Milliarden verdoppeln. Doch zwei Milliarden Autos benötigen auch zwei Milliarden Parkplätze”, erläutert Tom Riley, Portfolio Manager des AXA WF Framlington Robotech Fonds.

Aber: “Immer mehr Menschen greifen daher auf Alternativen zum eigenen Auto zurück. Mit einer simplen Fahrtenvermittler-App auf dem Smartphone kann man in den meisten Großstädten dieser Welt ans gewünschte Ziel gelangen, anstatt selber fahren zu müsse”, ergänzt der Axa-Experte.

Daneben beschleunige auch die öffentliche Diskussion um den Klimawandel den Übergang von Kraftwagen, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden, zu elektrischen Fahrzeugen. Dafür spreche die wachsende Zahl der Besitzer von E-Autos, heißt es in einem Marktkommentar. “2016 wurden mehr als zwei Millionen elektrische PKWs verkauft. Laut der Internationalen Energieagentur wird es im Jahre 2030 mehr als 200 Millionen E-Autos auf den Straßen geben”,erläutert Riley. (vwh/td)

Bildquelle: seedo / PIXELIO (www.pixelio.de)

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