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Huk-Coburg stellt sich auf Preiskampf mit Allianz ein

12.04.2018 – heitmann_hukNach vier Jahren mit teils nur sehr kleinen Gewinnen droht in der Kraftfahrtversicherung wieder ein Preiskampf. “Wir sehen eine deutliche Intensivierung des Wettbewerbs”, sagte Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher der Huk-Coburg, am Mittwoch in der Bilanzpressekonferenz. Die Absichten der Allianz, verlorengegangene Marktanteile zurückgewinnen zu wollen, nehme er “sehr ernst“.

Ob es allerdings auch zu Preissenkungen kommt, sagte Heitmann nicht. Denn anders als beim letzten Zyklus steigen aktuell die Schadenbedarfe. Unterlassene Preiserhöhungen aufgrund dieses Schadentrends drücken somit bereits auf die Margen.

Die Huk hat zum 1. März einen neuen K-Tarif eingeführt, der “sehr wettbewerbsorientiert kalkuliert” ist. “Wir sind beim Preis der führende Autoversicherer und das wollen wir auch bleiben”, sagte Heitmann, der seit einem dreiviertel Jahr an der Konzernspitze steht.

Erneuter Rekord

Zum vierten Mal in Folge erzielte die Huk 2017 mit 1,4 Millionen neu versicherten Kraftfahrtzeugen einen Neugeschäftsrekord. Der Bestand vergrößerte sich damit um 3,8 Prozent auf 20,8 Millionen K-Verträge; das sind 11,7 (11,2) Millionen versicherte KH-Risiken. Einen neuen Neugeschäftsrekord in K erwartet Heitmann für 2018 nicht. Zum einen habe die Huk in der Jahreswechselsaison 2017/18 rund 15.000 Risiken verloren, zum anderen verzichte man aus Kostengründen auf Vergleichsportale. Nichtsdestotrotz geht er aber von einem überdurchschnittlichen Wachstum für 2018 aus.

Die Kfz-Versicherung, der größte Versicherungszweig der Gruppe, buchte 2017 rund 3,9 (3,6) Mrd. Euro Beitrag und damit fast neun Prozent mehr. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote (brutto) der Sparte wird mit 96,0 (101,0) Prozent angegeben. Zur Verbesserung trug zum einen die Anpassung des Beitragsniveaus im Bestand und zum anderen ein günstigerer Schadenverlauf bei.

Mit dem gesamten Geschäftsjahr 2017 zeigte sich Heitmann “zufrieden“. Während der Markt nur um 1,7 Prozent zulegte, wuchs die Huk-Coburg um 6,2 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro Beitrag. Das Kapitalanlagenergebnis sank im Konzern um 8,7 Prozent auf 970,6 Mio. Euro, weil unter anderem weniger Anlagen verkauft wurden.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 3,1 (3,6) Prozent. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erreichte mit 513 (516) Mio. Euro knapp das Vorjahresniveau. Infolge von steuerlichen Sondereffekten, die so 2017 nicht mehr eintrafen, ist der Konzernüberschuss allerdings auf rund 358 (411) Mio. Euro gesunken. (lie)

Bild: Klaus-Jürgen Heitmann (Quelle: HUK)

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