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Huk-Coburg findet Vergleichsportale “zu teuer”

27.09.2017 – Sparen_Auto_Thorben Wengert_pixelio.deDer Beginn eines Trends? Der größte Kfz-Versicherer zieht sich aus allen Vergleichsportalen zurück. Dabei wird die Tochter Huk24 direkt mitgenommen. Der Grund für den Rückzug sind die Preise der “relativ teuren Vergleichsportale”. Es könnte sein, dass der Sparten-Primus damit eine Bewegung in Gang setzen wird, die andere Versicherer nachziehen lässt.

Ab dem Monat Oktober, also kurz vor der Wechselsaison, wird sich kein Huk-Preis mehr in den Suchmaschinen auffindbar sein. Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstandssprecher des Unternehmens erläutert: “Unsere Autoversicherungen zählen preislich zu den günstigsten im Markt. Um diese Preisposition nicht zu gefährden, haben wir uns dazu entschieden, auf die relativ teuren Vergleichsportale zu verzichten und uns dort nicht mehr listen zu lassen.” Die Huk vertraut auf die Stärke ihrer Marken, die Abschlüsse über die Portale seien vernachlässigbar.

Statt bei Portalen eine hohe Vermittlungsgebühr zu bezahlen, möchte der Versicherer die Einsparung “über günstigere Angebote direkt an Kunden weitergeben. An den Portalen übt die Huk Kritik, Jörg Rheinländer, im Vorstand zuständig für Autoversicherungen: “Oftmals handelt es sich bei Angeboten, die preislich an der Spitze stehen, um abgespeckte Produkte, bei denen wichtige Leistungen fehlen. Spätestens beim Schadenfall kann sich das dann rächen, wenn der Versicherungsnehmer sieht, dass sein Versicherungsschutz Lücken hat.” Darüber hinaus müsse der Kunde einen Tariffilter bedienen, um einen von der Stiftung Warentest empfohlenen Versicherungsschutz angeboten zu bekommen.

Das Image der Vergleichsportale

Neben dem Kosten ist auch die Kritik an den Vergleichsportalen bei der Entscheidung maßgebend gewesen. Ein Gerichtsurteil hatte die Online-Anbieter zu Korrekturen ihrer Geschäftspraktiken gezwungen – VWheute berichtete mehrfach und ausführlich. Die Huk monierte zudem, dass die Vergleichsportale von Studien kritisiert würden, was den Tatsachen entspricht.

“Vergleichsportale gaukeln Vollständigkeit vor und erwecken so den Eindruck, das günstigste Angebot im gesamten Versicherungsmarkt zu finden. Aber weder überblicken sie alle Angebote im Markt, noch finden sich auf jeder Plattform dieselben Versicherer, noch bringt das Ergebnis der Suche immer das günstigste Resultat”, betont Rheinländer. Als Folge müsste der Kunde mehrere Internetseiten vergleichen.

Ist das der Anfang des Endes der Vergleichsportale oder nur der Rückzug des größten Unternehmens, die Zukunft wird es zeigen. (vwh/mv)

Bild: Sparen beim Auto (Quelle: Thorben Wengert / PIXELIO /www.pixelio.de)

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