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Huk-Chef Weiler hinterläßt ein wohlbestelltes Haus

05.04.2017 – stabswechsel_huk_ak1,4 Mio Fahrzeuge wurden 2016 neu versichert: Damit hat die Huk-Coburg ihren Bestand um fünf Prozent auf 11,2 Mio. Fahrzeuge nach oben geschraubt. Fast sieben Mrd. Euro betragen nunmehr die Beitragseinnahmen (plus 4,8 Prozent). Dazu kommt ein “hohes” bis “spürbares” Wachstum in den übrigen Sparten. Mit diesem Zahlenwerk verabschiedet sich Vorstandsprecher Wolfgang Weiler planmäßig zum 31. Juli 2017 in den Ruhestand.

Starkes Wachstum meldet das Unternehmen in seinem größten Versicherungszweig der Kfz-Versicherung. Hier stiegen die Bruttobeitragseinnahmen um 4,8 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Als größten Kostentreiber hat das Unternehmen hier jedoch stark steigende Preise für Autoersatzteile, neben höheren Personenschäden, identifiziert. Diese betragen mittlerweile rund 40 Prozent der Kosten eines einzigen Schadenfalles im Segment Kfz. Trotzdem wurde von einer Anpassung des Beitragsniveaus abgesehen, was in der Konsequenz eine auf 101,0 (Vorjahr: 97,4) verschlechterte Schaden-Kosten-Quote bedeutet.

Stärker legte die Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherung zu: Die gebuchten Beiträge stiegen um 6,4 Prozent auf 830,3 (Vorjahr: 780,4) Mio. Euro. Zuwachs verzeichnete die Huk-Coburg auch das Rechtsschutzgeschäft: 130.000 (Vorjahr: 126.000) Verträge markieren einen Zuwachs von 1,9 Prozent in diesem Bereich. Gegen den Trend legte die Huk auch im Bereich Leben zu: Zwar verringerten sich wegen der hohen Zahl regulärer Abläufe in der kapitalbildenden LV die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen um 0,4 Prozent auf 840,1 (Vorjahr: 844,8).

Doch stieg das Neugeschäft um neun Prozent auf 1,27 (Vorjahr: 1,17) Mrd. Euro. Grund genug für die Huk, für das Geschäftsjahr 2017 neue Lebensversicherungsprodukte zu lancieren: Biometrie-Produkte, eigenständige BUs und eine neue Grundfähigkeitsversicherung lauten hier die Wegmarken.

Ein deutliches Wachstum schließlich bilanziert der Kfz-Spezialist auch in der Krankensparte: Der Bestand an vollversicherten Personen stieg um knapp 4.000. Wolfgang Weiler zeigte sich zuversichtlich, das Wachstumstempo auch im laufenden Geschäftsjahr beibehalten zu können.

Im Exklusiv-Interview mit VWheuteTV zog der scheidende Vorstandschef im Nachgang der Pressekonferenz Bilanz über seine 30 Jahre für die Huk am Standort Coburg, verrät was er hätte besser machen können und gibt schließlich einen ersten Ausblick auf die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres 2017. Die werden, ein weiter normales Schadenjahr vorausgesetzt, wieder positiv und verantwortet werden diese dann ab dem 1. August 2017 von Klaus-Jürgen Heitmann, der bisher im Hause das Ressort Schaden- und Unfall verantwortet.

(vwh/ak)

Bild: Nach 30 Jahren geht der Lotse von Bord: Wolfgang Weiler übergibt zum 31. Juli 2017 an Klaus-Jürgen Heitmann (Huk-Vorstand Schaden und Unfall) (Quelle: ak)

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