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Hebammen sind weitere vier Jahre geschützt

30.06.2017 – Neugeborenes_Christian v.R.Für freiberufliche Hebammen ist der Haftpflichtversicherungsschutz bis zum 30. Juni 2021 gewährleistet. Ein sechs Versicherer umfassendes Konsortium hat dem Deutschen Hebammenverband (DHV) ein entsprechendes Fortführungsangebot unterbreitet. Der Hebammenverband stimmt dem Vertrag zu, sieht aber das Grundproblem nicht gelöst.

“Wir brauchen dringend einen Systemwechsel. Wir haben zwar weiterhin Versicherer und damit als Hebammen Planungssicherheit für mehrere Jahre. Das Grundproblem der steigenden Kosten bleibt jedoch”, sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Der DHV fordert eine nachhaltige politische Lösung durch einen Haftungsfonds mit einer Haftungshöchstgrenze. Alternativ wäre eine Absicherung des Haftungsrisikos in Anlehnung an das System der gesetzlichen Unfallversicherung denkbar, verkündet der DHV.

Die Versicherungskammer Bayern, die 55 Prozent an dem Versicherungskonsortium hält, ist mit ihrem Angebot zufrieden und betont den gesamtgesellschaftlichen Nutzen: “Wir gewährleisten langfristig die flächendeckende Versorgung einer Geburtshilfe sowie der Vor- und Nachsorge auch außerhalb der Ballungszentren beziehungsweise größeren Städten und werden unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht”, sagt Barbara Schick, verantwortliches Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern.

Die Gruppenhaftpflicht steht den 19.000 Mitgliedern des Deutschen Hebammenverbandes zur. “Es freut mich, dass wir bereits frühzeitig eine sehr überzeugende Lösung entwickeln konnten, bei der alle beteiligten Seiten ihren Beitrag zum Gelingen leisten”, ergänzt Schick.

Erhöhte Deckungssumme

Die Gesamtkosten bei schweren Geburtsschäden steigen seit Jahren massiv, daher wird die Deckungssumme für Personenschäden ab Juli 2017 von 6,0 auf 7,5 Mio. Euro sowie ab Mitte 2018 von 7,5 auf 10,0 Mio. Euro erhöht. Das Konsortium der Gruppenhaftpflichtversicherung des DHV besteht aus der Versicherungskammer Bayern als führender Versicherer sowie der R+V, der Allianz, der Debeka, der Ergo und der Württembergischen. Der zuständige Makler ist die Hevianna Versicherungsdienst GmbH. (vwh/mv)

Bild: Neugeborenes (Quelle: Christian v.R. / PIXELIO / www.pixelio.de)

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