Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

“Harvey”: JP Morgan rechnet mit 20 Mrd. US-Dollar

30.08.2017 – Sturm_Rainer Sturm_pixelioHurrikan “Harvey” tobt derzeit noch über dem Süden der USA. Die Großbank JP Morgan rechnet dabei mit einem versicherten Schaden von etwa zehn bis 20 Mrd. US-Dollar. Damit könnte “Harvey” nach jetzigem Stand zu einem der teuersten Wirbelstürme in de Geschichte der Vereinigten Staaten werden. Die Rückversicherer gehen bislang noch von niedrigeren Schadenschätzungen aus.

“Harvey ist der achte benannte Sturm der diesjährigen Hurrikan-Saison im Nordatlantik. Normal sind pro Saison rund 15 solcher Tropenstürme im Nordatlantik und Golf von Mexiko. Wir liegen damit bisher also etwa im Mittel. Kennzeichnend für Harvey sind die Stärke des Sturms und sein nahezu ortsfestes Verharren an der texanischen Küste mit in der Folge dauerhaft hoher Regenfälle. Einen Hurrikan, der mit so hoher Windgeschwindigkeit wie Harvey auf die Küste trifft, gibt es in den USA in etwa nur alle zehn Jahre”, betont die Munich Re auf Anfrage von VWheute.

Dennoch will der Münchener Rückversicherer bislang keine konkrete Schadenschätzung abgeben. “Der Hurrikan wurde in den Stunden nach dem Auftreffen auf Land zum Tropensturm herabgestuft. Die Schäden durch Harvey werden neben dem Sturm vermutlich vor allem durch die Überflutungen ausgelöst. Er traf bisher auf eine relativ bevölkerungsschwache Region mit vergleichsweise geringen Sachwerten. Dennoch ist aber noch schwer einzuschätzen, wie relevant diese Schäden für die Versicherer sein werden, da in den USA Wohngebäude häufig über das so genannte ‘National Flood Insurance Program’ (NFIP) in einer privat-öffentlichen Versicherungspartnerschaft abgesichert sind. Eine verlässliche Schätzungen der Schäden durch Harvey ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich”, erläutert eine Unternehmenssprecherin.

Entsprechend vorsichtig äußert sich bislang auch die Hannover Rück: “Gemäß den ersten Schätzungen zum Ereignis, beläuft sich der Marktschaden für Hurrikan ‘Harvey’ auf gegenwärtig unter drei Mrd. US-Dollar. Eine Schadensumme für die Hannover Rück zu schätzen, ist zu früh”, betonte eine Unternehmenssprecherin gegenüber VWheute. Für die Swiss Re sei es auf Anfrage zudem noch “zu früh, um Schadensabschätzungen zu kommunizieren, sei es wirtschaftliche, versicherte oder dementsprechend auch die bei Swiss Re anfallenden Schäden”.

Medienberichten zufolge könnte “Harvey” den Erst- und Rückversicherern jedoch helfen, nach einer längeren Durststrecke in absehbarer Zeit wieder die Prämien anzuheben. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten