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Gothaer und Getsurance feilen an BU-Angebot

14.09.2017 – Berufsunfaehigkeit, BU, Invalide - Quelle ErgoZwei Versicherer und dennoch eine Mission: Das Angebot für Berufsunfähigkeit voranbringen. Während die Kölner ein neues Produkt anbieten, setzt der digitale Versicherer aus der Hauptstadt auf eine Anpassung des eigenen Tarifs. Damit reagiert Getsurance auf die Kritik von Verbraucherschützern. Zudem gibt sich der Digitalversicherer offen für Kritik.

Die Gothaer Lebensversicherung hat ab sofort “SBU Plus” im Angebot. Der Tarif bietet laut dem Unternehmen “alles Wesentliche, was eine sehr gute BU auch aus Sicht der Ratingagenturen auszeichnet und verzichtet zu Gunsten der Bezahlbarkeit auf Zusatzleistungen”. Der Familienbonus soll für Familien einen “ausgezeichneten und bezahlbaren Schutz” bieten.

Vertriebsvorstand Oliver Brüß erläutert: “Der Tarif lässt sich an eine klare Zielgruppe mit einer einfachen Argumentationsstruktur gut vermitteln. Damit bietet sich dem Vertrieb die Chance, neue Kundengruppen für dieses wichtige Segment zu erschließen.”

Getsurance ist offen für Kritik

Seine Produktreihe Getsurance Job hat der Berliner Versicherer überarbeitet. Die Hamburger Verbraucherzentrake ging mit dem Produkt zuvor hart ins Gericht. Ein Vorwurf war, dass der Tarif “Job Basic”, der nur nach Unfällen aber nicht bei Krankheit leistet, keine BU sei. Weiter wurden den Berlinern eine unzureichende BU-Rente und die Nichtbeteiligung an den Überschüssen vorgehalten.

Die reagierten zumindest damit, die “Versicherungsbedingungen für die Produktreihe Getsurance Job” überarbeitet zu haben. Die Ausschlüsse riskanter (Freizeit-) Tätigkeiten wurden aus den Bedingungen gestrichen. Eine Definition von “riskant” sei aus Sicht von Vermittlern und Verbraucherschützern problematisch. Nach Angaben von Getsurance seien die Versicherungsbedingungen for alle drei Tarife – Basic, Comfort und Premium – vorgenommen worden.

“Dies sind vorerst die einzigen Überarbeitungen der Versicherungsbedingungen von Getsurance Job. Andere Punkte, die von der Verbraucherzentrale kritisiert wurden, werden wir nicht überarbeiten, da dies nicht im Interesse der Kunden wäre. So wurde beispielsweise das Paket ‘Job Comfort’ von der Verbraucherzentrale als ‘abgespeckte BU-Versicherung’ kritisiert. Tatsächlich jedoch ermöglicht dieses Paket erstmals auch Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, eine BU abzuschließen”, ergänzt Getsurance auf Anfrage von VWheute.

Der Digitalversicherer gibt sich kritikoffen: “Wir reagieren mit den Änderungen auf die kritischen Hinweise einzelner Makler sowie der Verbraucherzentrale Hamburg“, erklärt Viktor Becher, Gründer von Getsurance. “Als junges Unternehmen wollen wir uns stetig verbessern und nehmen konstruktive Kritik ernst” (vwh/mv)

Bild: Berufsunfaehigkeit (Quelle: Ergo)

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