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Gerüchte um Änderung des Geschäftsmodells der Swiss Re

13.02.2018 – SwissRe-Rueschlikon_Swiss REDie Swiss Re plant den Rückzug aus der Versicherung von Naturkatastrophen. Darüber hat eine Schweizer Wirtschaftszeitung nach dem Bekanntwerden des diskutierten Einstiegs von Softbank beim Rückversicherer spekuliert. VWheute hat beim Rückversicherer nachgefragt.

Es war eine Meldung, die Staunen hervorrief. Das japanische Unternehmen Softbank verhandelt mit der Swiss Re um einen Einstieg in das Geschäft der Schweizer. Die Gespräche befinden sich in einem “sehr frühen Stadium”, es wurde allerdings spekuliert, dass der Einstieg ein Volumen von bis zu einem Drittel der Rückversicherungs-Gesellschaft betragen soll. Damit hätten die Japaner ein gehöriges Wörtchen bei der Ausrichtung der Gesellschaft mitzureden. Laut Finanz und Wirtschaf ist sogar eine Änderung im Geschäftsmodell vorstellbar.

Die Schweizer Zeitung glaubt, dass sich die Swiss Re das “erratische Geschäftsfeld Naturkatastrophendeckung zurückdränge” und verstärkt auf das vergleichsweise “stabile Lebensversicherungsrisiken” setzt. Dafür spricht, dass die Schweizer mit Life Capital eine Gesellschaft gegründet haben, die sich auf dieses Geschäft spezialisiert hat und bereits kräftig einkauft.

Weiterhin wird seitens der Zeitung spekuliert, dass sich durch den Einstieg Investors der Fokus der Swiss Re auf “Bekämpfung der Cyberkriminalität” oder “Massenertauglichung des selbstfahrenden Verkehrs” richten könnte.

Das sagt die Swiss Re

Diplomatisch äußert sich der Rückversicherer zu den Spekulationen, dementiert aber nicht: “Spekulationen werden grundsätzlich nicht kommentiert.” Ganz ohne Kommentar wollte man die Anfrage allerdings wohl nicht stehen lassen. Auf die Frage nach einem möglichen (Teil)-Rückzug aus dem Geschäft mit Naturkatastrophen verweist das Unternehmen auf seine Unternehmenszahlen und schreibt: “Die Halbjahresergebnissen von 2017 geben Ihnen ein Bild davon, wie wichtig dieses Geschäft für die Swiss Re ist.” Erwähnt werden muss, dass sich das Unternehmen in der “quiet period” befindet, denn die Ergebnisse für das Jahr 2017 werden am 23. Februar veröffentlicht.

Das klingt eher wie ein Dementi, genaueres über die künftige Ausrichtung werden wir allerdings erst nach Abschluss der Verhandlungen erfahren. (vwh/mv)

Bild: Swiss Re Centre for Global Dialogue (Quelle: Swiss Re)

Anmerkung der Redaktion: Die Überschrift des Artikels wurde nachträglich geändert. Nachträglich wurde folgender Satz ergänzt: “Erwähnt werden muss, dass sich das Unternehmen in der “quiet period” befindet, denn die Ergebnisse für das Jahr 2017 werden am 23. Februar veröffentlicht.”

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