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Generali zahlt Millionen und spart sich Prozess

27.06.2017 – Vergleich_Thorben Wengert_pixelio.deHat der Versicherer bei der Beratung zu fondsgebundene Lebensversicherung in Österreich falsch beraten? Die Meinungen zwischen dem Kläger Verein für Konsumenteninformation (VKI) und dem Versicherer gehen an dieser Stelle auseinander, das Ergebnis steht fest: Die Generali hat einem Vergleich in Höhe von 6,1 Mio. Euro zugestimmt.

Der VKI hat in einer Sammelaktion im Auftrag des Sozialministeriums zahlreiche Konsumenten vertreten, die eine fondsgebundene Lebensversicherung mit der Bezeichnung Maxx Invest (beziehungsweise DWS Flex Pension) abgeschlossen hatten. Die Verbraucherschützer sind der Meinung, dass den Versicherungsnehmern wegen Falschberatung Schadenersatz- beziehungsweise bereicherungsrechtliche Ansprüche zustehen. Generali sieht das anders. In einer Pressemitteilung schreibt der Versicherer: “Die Generali ist der Ansicht, dass diese Ansprüche unbegründet sind.” Um langwierigen Prozessen bereits vorab Einhalt zu gebieten, wurde dem Vergleich allerdings zugestimmt.

Der Hintergrund des Streits war eine Werbung für die oben genannten Generali-Produkte. Laut VKI hatte der Versicherer in einem Verkaufsprospekt “maximale Erträge” und “maximale Sicherheit” versprochen und dazu eine hundertprozentige Kapital- und Höchststandgarantie ausgesprochen. Das in den Garantiefonds veranlagte Geld sei sogar zu “200 Prozent sicher”. Der VKI sah bereits im letztjährigen Juni “potenzielle Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung”.

Alles für den Kunden

“Wir haben uns intensiv um eine Lösung für unsere Kunden bemüht”, erklärt Wolfgang Ortner, Leiter der Abteilung Lebensversicherung der Generali. “Für die betroffenen Versicherungsnehmer ist dieser Vergleich ein vernünftiger Weg, der ihnen jahrelange ungewisse gerichtliche Auseinandersetzungen erspart.” Auf der Seite des VKI ist ebenfalls Zufriedenheit zu hören: “Mit dieser Lösung sind wir sehr zufrieden, weil sie rasch ist und wir für zahlreiche Verbraucher einen Mehrerlös erreichen konnten”, sagt Ulrike Wolf, Leiterin Abteilung Sammelaktion, Bereich Recht.

Wegen irreführender Werbung kam auch die Allianz kürzlich mit dem Verbraucherschutz in Konflikt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Allianz – wie angekündigt – inzwischen verklagt. Ob sich die Streitparteien auch in diesem Fall auf einen Vergleich einigen können, wird sich zeigen. (vwh/mv/de)

Bild: Vergleich wird teuer (Quelle: Thorben Wengert / PIXELIO / www.pixelio.de)

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