Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Generali stimmt Schuldentausch für kriselnde Bank zu

12.10.2017 – Italien Flagge Rom - by_Andrea Damm_pixelio.deDer Versicherer Generali und die Bank Intesa Sanpaolo haben laut Reuters das Angebot der angeschlagenen italienischen Bank Carige angenommen, nachrangige Schulden in vorrangige Papiere zu tauschen. Auch der Versicherer Unipol sei zum Umtausch bereit. Intesa und Generali halten zusammen gut 100 Mio. Euro an nachrangigen Schulden. Insgesamt will Carige bis zu 510 Mio. Euro umtauschen.

Die Bank hofft dadurch auf einen Buchgewinn von 200 Mio. Euro, da die Schulden zu einem niedrigen Preis als dem Nominalwert umgetauscht werden. Neben dem Schuldentausch plant Carige eine Kapitalerhöhung, die 560 Mio. Euro einbringen soll. Das Institut muss auf Druck der Europäischen Zentralbank (EZB) frisches Geld aufnehmen und die faulen Kredite in seinen Büchern reduzieren.

Das Finanzinstitut Intesa liebäugelte lange damit, sich mit der Generali zusammenzuschließen. Der Versicherer hatte daraufhin die Aktien von Intesa Anfang des Jahres erworben, um einen (möglichen) Übernahmeversuch der Bank zu vereiteln. Mittlerweile hat das Kreditinstitut von dem Plan Abstand genommen und Generali hat die Intesa-Aktien im Sommer verkauft.

Der Versicherer aus Triest hatte bereits die Banca Monte dei Paschi di Siena, die älteste Bank der Welt, durch eine Umwandlung der Schulden in Aktien gestützt. Die Triester hielten rund eine halbe Milliarde an Bonds der angeschlagenen Bank. (vwh/dg)

Bildquelle: Andrea Damm / PIXELIO / www.pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten