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Finanzvorstände fürchten Cyber und die Natur

17.02.2017 – Risiko_lichtkunst.73_pixelioMaschinenbruch, Cyber-Angriffe und Naturkatastrophen gehören nach Ansicht der führenden Finanzvorstände derzeit zu den Risiken, die in den vergangenen fünf Jahren am häufigsten zu den negativen Auswirkungen auf das Geschäft geführt haben. Weitere Gefahren sehen die CFOs derzeit vor allem in geopolitischen Konflikten, in Lieferkettenunterbrechungen sowie Feuerereignissen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von FM Global. Demnach geben laut Umfrage 66 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen Schäden durch Maschinenbruch erlitten habe. 59 Prozent gaben an, dass die eigene Firma bereits Opfer von Datenschutzverletzungen oder eines Cyber-Angriffs geworden sei. 52 Prozent der befragten Unternehmen war zudem in den vergangenen fünf Jahren von Naturkatastrophen betroffen. Gleichzeitig gaben 54 Prozent der Finanzvorstände an, dass in den eigenen Unternehmen bislang noch kein angemessenes Programm zur Schadenverhütung ausgearbeitet oder erprobt worden sei.

So glauben nur 34 Prozent der Finanzmanager, dass ihr Unternehmen “sehr gut” auf den Fall eines Maschinenbruchs vorbereitet sei. Beim Thema Naturgefahren gehen gerade einmal 33 Prozent von einem solchen Fall aus. Nur 24 Prozent glauben hingegen, dass ihr Unternehmen eine Datenschutzverletzung oder einen Cyber-Angriff “sehr gut” überstehen könne.

Finanzchefs fürchten Auswirkungen auf den Umsatz

Gleichzeitig fürchten 68 Prozent der befragten Finanzmanager, dass ihre Umsätze oder Erträge in den nächsten zwei Jahren anfälliger gegenüber operativen Risiken werden. 58 Prozent gaben gegenüber FM Global an, dass die Notwendigkeit eines entsprechenden Risikomanagements es in den nächsten zwei Jahren schwieriger machen werde, Umsatz- oder Ertragsziele zu erreichen. 41 Prozent der Finanzmanager kündigten zudem an, sich in den nächsten zwei Jahren stärker auf die Schadenprävention konzentrieren zu wollen. Fast die gleiche Anzahl (38 Prozent) der Befragten glaubt zudem, dass Schadenverhütung und Schadenminderung wichtiger als Versicherungsschutz seien.

“Die Zahl der Unternehmen, die angeben, Schäden durch operative Risiken erlitten zu haben, ist auffällig hoch – und relativ wenige Unternehmen sind überzeugt, gut auf eine Störung vorbereitet zu sein”, kommentiert Achim Hillgraf, Hauptbevollmächtigter von FM Global in Deutschland, die Umfrageergebnisse. “Die Aufgabe des Finanzmanagers wird durch ernstzunehmende Risiken erschwert. “Betriebsgefahren wie Cyber-Risiken, Naturgefahren und Maschinenbruch führen zu mehr Volatilität und wenn sie nicht angemessen kontrolliert werden, gefährden sie das Erreichen von Umsatz- und Ertragszielen”, ergänzt Hillgraf: “Ein essentieller Bestandteil eines erfolgreichen Risikomanagementprogramms ist ein wirksames Schadenverhütungsprogramm in Verbindung mit der Stärkung der unternehmerischen Resilienz, um den sich stetig weiter entwickelnden Risiken in Bezug auf Technik, Politik und Umwelt begegnen zu können”. (vwh/td)

Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

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