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Feri verabschiedet sich aus Ratinggeschäft

13.03.2017 – Rating_Esther Stosch_pixelioDas Investmenthaus Feri verwaltet erstmals einen Vermögensbestand jenseits der 30-Mrd.-Marke. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, liegt das betreute Vermögen im Konzernverbund mit MLP aktuell bei 31,5 Mrd. Euro. (2015: 29 Mrd. Euro). Die Gesamterlöse im Segment Feri innerhalb des MLP Konzerns (IFRS-Zahlen) liegen mit 128,7 Mio. Euro. Zudem hat das Unternehmen 2016 seine Feri EuroRating Services AG an Scope verkauft.

“Der Verkauf der Ratingagentur war ein konsequenter Schritt. So können wir uns jetzt ganz auf die Kernkompetenzen der Feri konzentrieren: die Vermögensverwaltung und -beratung sowie das eigenständige Research”, kommentierte Vorstandschef Arnd Thorn.

Damit hat sich das Investment-Unternehmen praktisch aus dem Rating-Geschäft verabschiedet. Dabei werden Ratings vor allem bei Unternehmen außerhalb der Versicherungsbranche zur Unterstützung von Fremdkapital-Emissionen nachgefragt. Diese werden häufig von den Investoren gefordert – zumal ein gutes Ergebnis die Emissionskonditionen positiv beeinflusst. Auch für Versicherer spielt dieses Motiv eine wichtige Rolle.

Im Insurance-Business werden Ratings zudem zur Unterstützung für das Geschäft im engeren Sinn eingesetzt, konstatiert Stephan Kalb, Senior Director und Teamleiter der deutschen Versicherungsanalyse bei Fitch Ratings. So haben sich Ratings zumindest in einigen Geschäftsfeldern als Graddmesser für die Zahlungsfähigkeit eines Versicherers aus Kundenperspektive etabliert.

Feri selbst will seinen Schwerpunkt künftig hingegen stärker auf die Forschung legen. Mit dem eigens gegründeten Feri Cognitive Finance Institute will das Investmenthaus nach eigener Aussage künftig vor allem “ökonomische Prozesse und Phänomene realer Kapitalmärkte” analysieren. “Mit dem neuen Institut schreiben wir die 30-jährige Geschichte von Feri als Pionier auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung konsequent fort”, ergänzt Heinz-Werner Rapp, Vorstand und CIO der Feri Gruppe und Leiter des Feri Cognitive Finance Institute. (vwh/td)

Bildquelle: Esther Stosch / pixelio.de

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