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“Fake President”: Krimineller Versuch bei Funk

01.03.2017 – ente_pixelioDas Phänomen der “Fake-President-Masche” ist nach Auffassung der Hamburger Funk-Gruppe auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr seien mehrere Unternehmen um Millionenbeträge erleichtert worden. Besonders alarmierend sei dabei, dass die Betrüger sich deutlich professionalisiert haben. Bei diesen Betrügereien melden sich Kriminelle per Mail, Fax oder Telefon.

Auch Funk wurde – wie viele andere mittelständische Unternehmen – von dieser kriminellen Masche mehrfach betroffen, blieb jedoch dank aufmerksamer Mitarbeiter vor Schaden verschont. Einer der geschäftsführenden Gesellschafter des internationalen Maklerunternehmens erhielt im Urlaub eine Mail. Angeblicher Absender war ein weiterer Gesellschafter des Unternehmens. Dieser teilte mit, dass er das Einverständnis für eine Überweisung von vielen tausend Euro benötige.

Nach Prüfung stellte sich dann heraus: Das war nicht die erste Attacke dieser Art auf Funk. Ein ähnliches Schreiben war kurz zuvor im Rechnungswesen eingegangen. Adressat war wiederum ein anderer, Absender aber derselbe vermeintliche Gesellschafter des Unternehmens. Rund ein Jahr später erreichte nochmals eine Mail das Rechnungswesen von Funk. Adressat diesmal: ein für Zahlungsverkehr zuständiger Funk-Mitarbeiter, Absender wieder der falsche Gesellschafter. Diese Mail war nur der erste Akt einer ausgeklügelten Dramaturgie.

Bluff wird enttarnt

Denn kurz darauf folgte eine Mail des besagten “Unternehmensberaters”. Inhalt: “Sie haben sicher schon gehört, dass eine Überweisung dringend erwartet wird. Für die Absprache der Details können Sie mich jederzeit anrufen.” Zum Test riefen die Funk-Mitarbeiter die angegebene Nummer an. Es meldete sich der “Unternehmensberater” und bestätigte alles. Nächster Schritt: Die Funk-Leute googelten den Namen des vermeintlichen Unternehmensberaters und fanden ihn auch. Allerdings war es eine andere Nummer als die, die sie zuvor gewählt hatten. Als sie dort anriefen, meldete sich ein Herr, der von einer “wichtigen Transaktion” jedoch nichts wusste. Damit war der Bluff endgültig enttarnt.

Angesichts des professionellen Vorgehens sei es kein Wunder, dass die Masche immer häufiger funktioniere, warnt Funk, verbunden mit dem Hinweis auf die Vertrauensschaden- oder Cyber-Versicherung zur Absicherung. Der vorliegende konkrete Fall – wäre er erfolgreich gewesen – läge im Deckungsbereich. Als Prävention für solche Schäden empfiehlt die Funk-Expertin für diese Vertrauensschadenfälle Eva Joerden: “Angesichts der Professionalität, mit der die Betrüger vorgehen, ist es wichtig und hilfreich, die Mitarbeiter zu sensibilisieren. Wenn man die Fake President-Gefahr im Unternehmen bekannt macht, ist schon viel erreicht”. Schützend wirke außerdem eine Unternehmenskultur, die nicht vom blinden Ausführen von Aufträgen geprägt sei. (wo)

Bildquelle: lilac / pixelio

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