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Extremwetter-Ereignisse lassen Deutsche kalt

26.06.2017 – Sturm_Rainer Sturm_pixelioDie gestrigen schweren Unwetter in Deutschland lassen die Deutschen kalt. Laut Swiss Life häufen sich vor dem Hintergrund des Klimawandels die Extremwetter-Ereignisse. Dennoch schätzt die Mehrheit der Deutschen die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft selbst von dadurch verursachten Schäden betroffen zu sein, eher gering ein.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Swiss Life Select. Die Folge sind laut dem Finanzberatungsunternehmen, dass Elementarschäden, die durch Starkregen, Hochwasser oder Lawinen verursacht werden, unzureichend abgesichert werden und die Betroffenen die Kosten häufig selbst tragen müssen.

Die Studie von Swiss Life Select zeigt: 54 Prozent der Befragten halten es für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich, dass aufgrund von Starkregen Schäden an ihrem Wohngebäude, ihrem Hausrat, ihrem Gewerbegebäude oder ihrer Landwirtschaft verursacht werden.

Bei Hochwasserschäden sind die Befragten noch zuversichtlicher: 76 Prozent von ihnen halten Hochwasserschäden für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. Mit Rückstauschäden, die durch überlastete Kanalisationen entstehen können, rechnen 67 Prozent der Befragten nicht.

Falsche Risikoeinschätzung bei Versicherten

Nur 22 Prozent der Befragten haben angegeben, eine Gebäudeversicherung mit einem Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen zu haben. Lediglich 29 Prozent der Befragten verfügen über einen Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung in der Hausratversicherung.

“Diese Risikoeinschätzung kann jedoch für viele Versicherungsnehmer überraschende Folgen haben. Denn treten doch Hochwasser- und Starkregenschäden auf, werden sie von einer Gebäude- oder Hausratversicherung nur dann übernommen, wenn ein Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde”, berichtet Carsten Alisch, Produktmanager für Sachversicherungen bei Swiss Life Select.

Viele Menschen wiegen sich fälschlicherweise in Sicherheit. “Sie glauben, wenn sie in nichtgefährdeten Regionen leben, seien sie vor Elementarschäden sicher. Jedoch treten rund 94,7 Prozent der Elementarschäden gerade in den nichtgefährdeten Regionen, den ZÜRS-Zonen 1+2, auf. Die verursachten Kosten können sehr hoch werden und Familien auf Dauer finanziell aus der Bahn werfen. Mit einer Vorsorge ist man auf der sicheren Seite”, rät Alisch.

Auch bei der Kfz-Versicherung geben sich die Deutschen entspannt

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Absicherung von Elementarschäden an Kraftfahrzeugen. 82 Prozent der Befragten halten Schäden an ihrem Kraftfahrzeug, die durch Schnee- und Eislawinen von Berghängen und Hausdächern verursacht werden für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. 84 Prozent halten Schäden durch Abgänge von Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen für überhaupt nicht und eher nicht wahrscheinlich. Lediglich 17 Prozent der Befragten sind bewusst gegen diese Schadensarten versichert.

“Im Gegensatz zu Schäden, die durch Überschwemmung, Sturm oder Hagel verursacht werden, werden die Kosten, die durch Schnee- und Eislawinen von Berghängen und Hausdächern sowie durch Abgänge von Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen entstehen, von einer Voll- oder Teilkasko-Kfz-Versicherung nicht meist nicht übernommen”, berichtet Alisch.

Der Grund für die unzureichende Absicherung der Befragten: Neben der Zuversicht der Menschen, von solchen Extremwetter-Ereignissen verschont zu bleiben, spielt mangelndes Wissen eine Rolle. Knapp ein Drittel der Befragten wusste gar nicht, ob sie Schäden, die von Schnee- und Eislawinen sowie von Abgängen von Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen verursacht werden, überhaupt abgesichert hat.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch das Vergleichsportal Check24. Demnach sichern viele Verbraucher in den 20 größten deutschen Städten ihren Hausrat und ihre Häuser nur unzureichend gegen Elementarschäden ab. Regionale Schlusslichter sind demnach die Einwohner in Leipzig, Berlin und Bielefeld. Spitzenreiter sind hingegen die Bewohner in Münster, gefolgt von Bonn und Bochum. (vwh/mv)

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO / www.pixelio.de)

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