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“Ergebnisse unserer neuen Strategie sind sehr positiv”

26.01.2017 – Liverani_akSimpler, smarter for you: Die Generali berichtet, dass die neuen Produkte Vitality, Mobility und Domocity im Rahmen der Smart Insurance-Offensive erfolgreich eingeführt worden sind. “In der Lebensversicherung haben wir frühzeitig begonnen, unser ‘Geschäftsmodell der neuen Normalität’ zu etablieren”, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

“Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes wurde der Vertrieb traditioneller Altersvorsorgeprodukte der Generali Lebensversicherung deutlich reduziert”, berichtet die Generali aus München. Stattdessen habe man neue Produkte mit geringer Kapitalintensität und hoher Leistungsstärke eingeführt. “Damit wird unser Produktangebot in Richtung fondsgebundener Versicherungen, hybrider und biometrischer Produkte priorisiert.” Anders als VWheute berichtete, habe man das partielle interne Modell pünktlich zum Start von Solvency II am 1. Januar 2016 implementiert und dafür auch die Genehmigung der Aufsichtsbehörden erhalten. “Damit berechnen auch die deutschen Konzerntöchter ihre Kapitalanforderung mit einem seitens der Bafin genehmigten Modell.”

Solvency-II-Werte besser als die nach Solvency I

Der Bericht von VWheute beruht auf einem Passus im Geschäftsbericht der Generali Leben vom Frühjahr 2016. Darin wurden auch Solvenzquoten für die einzelnen Lebensversicherer der Gruppe genannt. “Die hier zitierten Solvenzquoten per Jahresende 2015 beziehen sich auf die alte Solvabilität I-Regelung, die seit Anfang 2016 keine Gültigkeit mehr besitzt”, betont man in München. “Sie sind daher obsolet.” Die Solvenzquoten gemäß der neuen Solvency II-Regelung liegen nach Konzernangaben oberhalb der zitierten Solvabilität I-Werte, zum Teil sogar erheblich höher. Das gelte sowohl für die Generali Leben als auch die Cosmos Leben und die Aachen Münchener Leben.

Bei den Solvenzquoten werden Fondspolicen voll berücksichtigt, ganz gleich, ob sie nach Solvency I oder nach Solvency II berechnet werden, teilt die Generali mit. “Sowohl unter der alten Solvabilität I-Regelung als auch unter dem neuen Solvency II-Regime beinhalten die Solvenzquoten eine Kapitalunterlegung für das gesamte Geschäft, also insbesondere auch für fondsgebundene Policen.” Auf dem Investor’s Day in London war verkündet worden, dass die Generali Deutschland ihr operatives Ergebnis innerhalb von zwei Jahren um rund 100 Mio. Euro verbessert hat, hebt man in München hervor. Das entspreche einer Steigerung um 15 Prozent.

Zum Verständnis: Die Generali Leben hatte in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2015 geschrieben: “In Vorbereitung auf Solvency II hat die Generali in Deutschland ein auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtetes Partielles Internes Modell implementiert, welches sich momentan im Genehmigungsprozess befindet. Absehbar ist, dass sich aufgrund der regulatorischen Vorgaben aus Solvency II eine gegenüber Solvency I erhöhte Volatilität bei den aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen ergeben dürfte.” Die Formulierung findet sich annähernd wortgleich auch in den Geschäftsberichten der Aachen Münchener Leben und Cosmos Leben. (ba)

Bildquelle: Alexander Kaspar

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