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Drohnen: Delvag sieht “dringenden Aufklärungsbedarf”

21.09.2017 – Drohne_FotoliaDrohnen werden immer mehr zu einer Bedrohung für die Luftfahrt. So haben Flugzeugpiloten allein in diesem Jahr bereits 60 Behinderungen durch Hobby-Drohnen im Umfeld von Flughäfen gemeldet. Dies berichtet RPonline unter Berufung auf die Deutsche Flugsicherung (DFS). Demnach verzeichnete das staatliche Unternehmen allein 2016 bereits 64 Vorfälle.

Zum Vergleich: 2015 registrierte die DFS lediglich 14 Vorfälle mit entsprechenden Flugobjekten. So war erst am vergangenen Wochenende eine Drohne am Flughafen Köln/Bonn aufgefallen. Dabei musste nach Angaben der Deutschen Flugsicherung sogar eine Landebahn zeitweise gesperrt werden. “Wir haben hier ein radikal zunehmendes Problem und rechnen für das gesamte Jahr mit einer Verdopplung der Behinderungen gegenüber dem Vorjahr”, schlägt DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle Alarm.

So wurden die meisten Behinderungen laut Bericht im Umfeld des Flughafens Frankfurt gemeldet. Dort waren es laut DFS in diesem Jahr bisher elf. Neun Meldungen machten die Piloten im Raum Berlin Tegel und fünf in Düsseldorf. Um die Sicherheit für Fluggäste zu erhöhen, appelliert Scheurle gegenüber RPonline: “Wir müssen Drohnen für die Flugsicherung sichtbar machen”.

“Die Anzahl der verkauften Drohnen in Deutschland steigt ständig an. Das Verhältnis der erwähnten Schadenvorfälle im Artikel der RPonline entspricht in etwa dem Verhältnis der Versicherungsabschlüsse in unserem Bereich der Drohnenversicherung”, ergänzt Guido Lenssen, Leiter des Bereiches Luftfahrtversicherung der Delvag Versicherungs-AG, auf Anfrage von VWheute.

“Als Luftfahrtversicherer werden wir nicht über Flugverstöße informiert; Kenntnis von derartigen ‘Vorkommnissen’ erhalten wir erst mit einer Schadenmeldung. Aber noch immer sind nicht alle erworbenen Drohnen versichert. Delvag schätzt, dass lediglich ein Bruchteil der Käufer überhaupt eine Luftfahrtversicherung abgeschlossen haben. An dieser Stelle sehen wir dringend Aufklärungsbedarf seitens der Hersteller und des Einzelhandels beim Erwerb einer Drohne. Bereits zu diesem Zeitpunkt sollte auf die Einschränkungen in der Nutzung hingewiesen werden”, betont der Delvag-Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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