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Digitale Transformation kommt ohne weiße Wände aus

19.10.2017 – oliver_braun_lieHierarchisches, ressortspezifisches Arbeiten im Hinblick auf die digitale Transformation zu überwinden, fällt der Assekuranz offenbar besonders schwer. “Nur allzu schnell verstrickt man sich in Detailfragen und landet wieder in den ausgetretenen Pfaden”, sagte Oliver Braun von der Nürnberger Versicherung. Auf einer Kundenveranstaltung des IT-Dienstleisters Adesso berichtete er, wie das eigene Haus mithilfe des von Adesso angebotenen Tools “Interaction Room” innerhalb kurzer Zeit zu einer digitalen Agenda gelangt sei.

“Wir bauen uns gerade um: Vom Spartendenken zum Serviceversicherer”, so Braun. Hintergrund sind bei der Nürnberger wie bei Wettbewerbern auch die Änderungen im Kundenverhalten und ihren Erwartungen, ein “veraltetes” Bestandssystem und das Vorhaben, eine digitale Kerninfrastruktur zu schaffen.

Ausgangspunkt für die Erstellung der digitalen Agenda war der “Interaction Room”, der tatsächlich ein Raum mit vielen beschreibbaren Wände, aber ohne Tische ist. In vier mehrtägigen Workshops hätten die Experten des Versicherers aus allen Fachbereichen und der IT sowie zwei Adesso-Moderatoren dank dieser “organisierten Kommunikationsplattform” ein gemeinsames Zielbild und einen Fahrplan für die digitale Agenda entwickelt. “Diese Methode bringt weitaus mehr Dynamik und Interaktion in das Setting als klassische Vorgehensweisen”, zeigte sich Braun sicher.

Basis dieses zweistufigen Erkenntnisprozesses ist zunächst die Visualisierung aller Beiträge der Teilnehmer zu einem Thema. Die Diskussion soll möglichst offen von allen geführt werden. Schnell würden so erfolgkritische Aspekte und solche, bei denen Unsicherheit herrsche und Nacharbeiten wichtig werden, sichtbar, heißt es von Adesso. In einem zweiten Schritt wird das entstandene System um bestehende Umsysteme und Rahmensituationen erweitert.

Danach werden die einzelnen Punkte mit bestimmten Iconen nach ihrem Risiko, dem Aufwand oder auch dem Nutzen aus Kunden-/Unternehmssicht etc. bewertet. In der Mitte und am Ende des Workshops werden die Ergebnisse dem Management vorgestellt und entsprechend diskutiert. Nicht der externe Berater alleine, sondern alle Teilnehmer erstellen am Ende den Plan für das Projekt mit dessen zeitlichem Ablauf. (lie)

Bild: Oliver Braun (Quelle: lie)

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