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Die zwei Gewinner des Zurich Insurhack

09.10.2017 – Hackaton 2017_Zurich_SiegerteamMit den Daten aus Netzwerken geht die jüngere Generation unbefangener um als Ältere. Dies zeigte sich auch beim zweiten Insurhack der deutschen Zurich-Gruppe. Geht es nach den Vorstellungen vieler Teilnehmer dieses 48-stündigen Programmierwettbewerbes, der am letzten Wochenende in Köln stattfand, wird demnächst auf Basis von Daten aus sozialen Netzwerken versichert.

Viele der von den 120 Teilnehmern aus 17 Ländern präsentierten Ideen setzen aber auch auf die Spracherkennungs-Assistenten von Google oder Amazon sowie Fotos sowohl beim Abschluss wie auch bei der Schadenbearbeitung. Verwendet wird zudem Block-Chain-Technologie. Insgesamt präsentierten 26 Teams lauffähige Anwendungen für die Kundenanforderungen, die sich vor allem auf Sachversicherungen bezogen.

Gewinner des ersten Preises in der Kategorie Everyday Insurance mit 21.000 Euro wurde das aus Berlin angereiste Team Trojan Hörses. Dieses hatte seine eigenen Schadenerfahrungen aus dem Sturmtief Xavier in eine Warn-App einbezogen, die Kundenschnittstelle, Belohnungssysteme und Kalkulationsbasis für verschiedene Versicherungssparten und Risiken darstellt.

In der Kategorie Open Data gewannen die “Round Pancakes” (siehe Foto) den Hauptpreis. Sie erstellten einen lauffähigen Codes, bei dem Daten aus sozialen Netzwerken sowie aus Google zu Versicherungsbedarf und Absicherung führen. Hackathon_Zurich_2017_Round Pancakes1

Bewertet wurden jeweils der Programmiercode, die Idee, die Präsentation und die Gruppenzusammenarbeit in gleichen Teilen. Gesucht wurden neue Softwarelösungen und Ideen für Start-ups aus den drei Bereichen “Open Data”, “Connecting Communities” und “Everyday Insurance”. Die meisten Teams aus Hackern und Codern beschäftigten sich mit dem Bereich “Everyday Insurance”. Inwieweit die Zurich die Ideen in eigene Produkte oder Prozesse einfließen lassen wird, ließ Zurich-Chef Marcus Nagel offen: “Im Nachgang werden sich die einzelnen Teams der Zurich die präsentierten Ideen intensiv anschauen”, sagte er.

Die Zurich öffnet die eigenen Server

Grundsätzlich bleiben die bei einem Hackathon präsentierten Ideen bei den Entwicklern. Die Gruppe werde die kundenorientierte Entwicklung und die Digitalisierung vorantreiben. Dazu werde man weiterhin auf Hackathon setzen, so Nagel.

Anders als bei Hackathons der Wettbewerber hatte die Zurich den Codern und Hackern ihre eigene neue Versicherungsplattform, die erst in einem halben Jahr an den Start gehen soll, sowie die dazu gehörenden API-Schnittstellen geöffnet, so dass sie ihre Ideen direkt dort andocken konnten.

Neben der Suche nach kreativen Anwendungsideen und lauffähige Lösungen geht es bei diesen Hackathon auch stets darum, junge IT-Experten für das eigene Haus zu entdecken und zu engagieren. Der Versicherer hatte dazu auch für nicht am Hackathon teilnehmende Studierende ein Rahmenprogramm erarbeitet. (lie)

Bild: Gewinnerteam Trojan Hörses (Quelle: Monika Lier)

Bild2: Gewinnerteam Round Pancakes (Quelle: Monika Lier)

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