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Darag prognostiziert weiteren Boom im Run-off-Geschäft

06.02.2017 – gossmann_arndt_daragDas Run-off-Geschäft boomt: Allein 2016 erreichte das Transaktionsvolumen von Nichtleben-Beständen nach Angaben des Run-off-Spezialisten Darag einen neuen Rekordwert von 4,4 Mrd. Euro. Für 2017 rechnet Darag-Chef Arndt Gossmann mit neuen Milliarden-Deals: “Für Nichtleben-Bestände erwarten wir ein Gesamtvolumen von bis zu acht Mrd. Euro und den ersten Deal eines mittleren Versicherungsunternehmens über eine Mrd. Euro.”

Allerdings sei dieser “Volumenzuwachs nicht überraschend, da Europas größte Versicherungsunternehmen alle gleichzeitig auf den Run-off-Markt drängen. Viele dieser Unternehmen haben zwar schon länger Pläne zur Abtretung eingestellter Altbestände – mit der Umsetzung haben sie jedoch gewartet, bis Solvency II in Kraft getreten war”, konstatiert Gossmann. Allerdings schließe sich nun auch “der Mittelstand dem aktuellen Run-off-Trend an. All das schafft ein vielversprechendes Marktumfeld”.

Zudem rechnet die Darag auch auf dem kontinentaleuropäischen Markt mit einer “Steigerung der Run-off-Deals. Immer mehr (Rück-)Versicherer schicken Bestände in den Run-off und auch mittelgroße Unternehmen entdecken die Vorzüge für ihr Kapitalmanagement. Das zeigt, dass Versicherer Run-off zunehmend als langfristige Strategie, statt nur als kurzfristige Notfall-Maßnahme sehen”, betont der Darag-Vorstandschef.

Dabei sei der Run-off auch “für Finanzinvestoren besonders attraktiv. Run-off-Investitionen bieten unkorrelierte Erträge bei geringer Volatilität – zurzeit eine gefragte Anlageklasse. Sie korreliert positiv mit dem steigenden Kapitalbedarf der Versicherungsbranche. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen hat sich allein von 2014 bis 2016 verzehnfacht: von 20 Mio. Euro auf 200 Mio. Euro, während einzelne Deals Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erreichen”, betont Gossmann.

Eine aktuelle Studie von PwC beziffert das europäische Run-off-Volumen auf 247 Mrd. Euro an technischen Rückstellungen. 48 Prozent hiervon werden passiv verwaltet, 28 Prozent aktiv durch den bisherigen Besitzer, 24 Prozent sind extern vergeben. Dabei wollen auch Frankfurter BHF-Bank und ihr chinesischer Anteilseigner Fosun in Deutschland bei der Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen zusammenarbeiten. Die Unternehmensgruppe verfolgt dabei das Ziel, Verträge mit Kapitaleinlagen in Höhe von 20 bis 30 Mrd. Euro zu erwerben. (vwh/td)

Lesen Sie mehr zu den aktuellen Entwicklungen auf dem europäischen Run-off-Markt auch in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

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