Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Continentale opfert Gewinn für Zinsreserve

13.07.2017 – Dortmund_Floriansturm_Dieter Schuetz_pixelio.deDer Continentale Versicherungsverbund erzielt 2016 ein deutlich niedrigeres Ergebnis von 480 Mio. Euro (VJ: 551). Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen aus der erheblichen Aufstockung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Die Integration der Mannheimer entfacht ein Strohfeuer in der Krankenversicherung, Tochter Europa wächst dank KFZ-Sparte um 16 Prozent.

Fast 90 Prozent des Rohergebnisses werden für die Kunden reserviert, zum Beispiel in der Krankenversicherung für Beitragsrückerstattungen und die Beitragsentlastung im Alter. Darüber hinaus werden dem Eigenkapital 54 Mio. Euro zugeführt. Dieses beläuft sich auf mehr als 1,1 Mrd. Euro.

Das Kapitalanlagevolumen nimmt um 3,5 Prozent auf 21 Mrd. Euro zu. Die Kapitalerträge erhöhen sich um 2,5 Prozent auf 796,8 Mio. Euro. Die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft steigen um 3,5 Prozent auf 3,67 Mrd. Euro. Wachstumsmotoren sind nach Unternehmensangaben abermals die Schaden- und Unfallversicherung sowie die Lebensversicherung.

Alle Verbundunternehmen hätten die Solvency II-Anforderungen auch ohne Übergangsmaßnahmen bestanden, ebenso wie die Lebensversicherer. “Auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen steht unser Verbund wirtschaftlich stabil und solide da. Im Sinne unserer Versicherten sind wir auch im vergangenen Jahr ertragreich gewachsen”, resümiert Christoph Helmich, Vorstandsvorsitzender des Verbundes.

Einmaleffekt steigert PKV-Beitragseinnahmen

Als finaler Schritt des gesellschaftsrechtlichen Integrationsprozesses überträgt die Mannheimer Krankenversicherung AG rückwirkend zum 1. Januar 2016 ihr Vermögen auf die Continentale Krankenversicherung a.G.. Die Beitragseinnahmen steigen dadurch um 9,1 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro, im Kerngeschäft, der Vollversicherung, erhöht sich der Versichertenbestand um 21.159 Personen, beziehungsweise 5,4 Prozent.

In der Lebensversicherung verzeichnet der Verbund bei den Beitragseinnahmen ein Plus von 5,7 Prozent auf 1,09 Mrd. Euro. Bei der Continentale Lebensversicherung steigen die Beitragseinnahmen insgesamt um 5,4 Prozent auf 734 Millionen Euro. Hierbei wachsen die Versicherungen gegen laufenden Beitrag um 4,4 Prozent und gegen Einmalbeitrag um 12,7 Prozent. Im Geschäftsjahr gewinnt sie erneut hauptsächlich Marktanteile im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Direktversicherer Europa Lebensversicherung weist Ende 2016 Beitragseinnahmen von 354 Mio. Euro (plus 6,1 Prozent) aus.

Die drei Sachversicherer des Verbundes erreichen zusammen ein Beitragsplus von 6,3 Prozent auf 992 Mio. Euro. Bei der Continentale Sachversicherung AG erhöhen sich die Beitragseinnahmen um 5,3 Prozent auf 471 Millionen Mio. Euro. Wie im Vorjahr resultiert der Anstieg insbesondere aus dem Geschäftsverlauf in den Sparten Sach-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherung.

Europa Versicherung mit zweistelligem Wachstum

Die kräftigste Beitragssteigerung verbucht die Europa Versicherung, sie erzielt ein Wachstum von 16,1 Prozent auf 183 Mio. Euro, mit der höchsten Zuwachsrate in der Kraftfahrtversicherung. Die macht einen wesentlichen Anteil der Gesamtbeiträge aus. Die Beitragseinnahmen der Mannheimer Versicherung AG wachsen um 2,8 Prozent auf 338 Mio. Euro. Bei den drei Schaden- und Unfallversicherern verbessert sich die Combined Ratio von 94,3 auf 93,5 Prozent. (vwh/wo)

Bild: Dortmund, Sitz der Continentale (Quelle: Dieter Schütz / PIXELIO / www.pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten