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Coface: Keine Entwarnung bei Insolvenzanfechtung

07.03.2017 – Insolvenz_I-vista_pixelio.de.jpg -Nachdem der Bundestag die Reform der Insolvenzanfechtung Mitte Februar schon verabschiedet hat, muss nur noch der Bundesrat grünes Licht geben. Künftig sollen die Insolvenzerwalter geleistete Zahlungen aus abgeschlossenen Geschäften nur noch vier Jahre – statt zehn – zurückfordern können. Der Kreditversicherer Coface sieht hingegen durch die Gesetzesnovelle keine Entwarnung für Gläubiger.

“Es gibt allenfalls gewisse Erleichterungen für Gläubiger”, glaubt Jan Völker, Leiter der Rechtsabteilung bei Coface in Deutschland. So stünden Lieferanten weiter vor dem Risiko, dass Insolvenzverwalter von ihnen Geld zurückforderten, das deren inzwischen insolvente Abnehmer vor der Insolvenz bezahlt haben.

Dennoch begrüßt der Kreditversicherer die geplante Regelung, dass der Anfechtungszeitraum im Rahmen der “Vorsatzanfechtung” von bislang zehn auf nunmehr vier Jahre reduziert werden soll. “Dies bedeutet, dass erhaltene Zahlungen für erbrachte Lieferungen und Leistungen künftig nur noch für vier statt bisher zehn Jahre zurückgefordert werden können. Außerdem wird in diesen Fällen hinsichtlich der Kenntnis nicht mehr an die drohende, sondern an die eingetretene Zahlungsunfähigkeit angeknüpft, wenn eine sogenannte kongruente Deckung vorlag”, kommentiert Völker.

Der Bundesrat muss der neuen Regelung noch grünes Licht geben. Beobachter gehen davon aus, dass dies noch in diesem Monat geschehen könnte. (vwh/td)

Bildquelle: I-vista / pixelio.de

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