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Chubb versichert Schönheitsfehler

11.10.2017 – schoenheits_dummy_pixelioRund 200.000 Menschen haben sich Schätzungen zufolge allein 2015 in Deutschland einer Schönheits-Operation unterzogen – Tendenz steigend. Allein der Internationale Verband plastischer Chirurgen (ISAPS) verzeichnete zwischen 2010 und 2016 einen weltweiten Anstieg der Schönheits-OP’s von rund 68 Prozent auf rund auf 23,6 Millionen. Der Industrieversicherer Chubb versichert nun mögliche “Fehleingriffe”.

Demnach führt der Konzern in Deutschland eine sogenannte “Savemade”-Folgekostenversicherung bei Schönheitsoperationen ein. Dafür hat der Konzern nach eigenen Angaben einen Kooperationsvertrag mit Medicuritas, einem Fachmakler für Fachärzte der Human- und Zahnmedizin, abgeschlossen. Die neue Police greift laut Chubb bei Komplikationen nach einer kosmetischen und selbst zu zahlenden Schönheitsoperation, die eine über den Behandlungsvertrag mit der jeweiligen Klinik hinausgehende medizinisch notwendige ärztliche Behandlung erforderlich machen.

Dabei kommt die Folgekostenversicherung für alle weiteren Kosten auf, die von der von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung in Rechnung gestellt werden. Der Höchstbetrag für die Rückzahlungsforderung liegt demnach bei 300.000 Euro. Voraussetzung ist jedoch, dass die Schönheitsoperation in Deutschland durchgeführt wurde.

“Seit 2007 sind Krankenversicherungen gemäß Paragraph 52 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (Leistungsbeschränkung bei Selbstverschulden) verpflichtet, Patienten an Behandlungs- und Krankheitskosten zu beteiligen oder die Erstattung vollständig zu verweigern, wenn diese Folgekosten aus einer medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operation, also einer medizinisch nicht notwendigen Behandlung, resultieren”, erläutert Alexander Hoffmann, Leiter Personenversicherungen der Chubb in Deutschland.

“Für dieses hohe und gleichzeitig unkalkulierbare finanzielle Risiko von Rückforderungsansprüchen der Krankenversicherungen bietet ‘Savemade’ umfangreichen Versicherungsschutz mit hervorragenden Leistungen und einer sehr günstigen individuellen Beitragsberechnung, bereits ab 69 Euro. Seit Ende August 2017 können Privatpersonen das Produkt online auf savemade.de abschließen” ergänzt Stefan Beckmann, Fachmakler für Heilberufe und Geschäftsführender Gesellschafter der Medicuritas GmbH.

Ob eine solche Versicherung übrigens auch drei Chinesinnen nach einer Schönheits-OP in Südkorea geholfen hätte, ist jedoch nicht bekannt. Bei der Rückreise wurden auf dem Flughafen in Südkorea angehalten, weil sie anhand ihrer Passfotos nicht mehr identifiziert werden konnten, berichtet die britische Zeitung The Mirror. Ob sie dennoch wieder nach Hause gekommen sind, ist allerdings nicht bekannt. (vwh/td)

Bildquelle: S. Hofschlaeger / PIXELIO (www.pixelio.de)

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