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Chinas Kfz-Versicherer suchen Rat bei Fintechs

12.06.2017 – verkehr_china_hyIn China stehen den rund 160 Mio. Pkw-Haltern derzeit etwa 55 KfZ-Versicherer gegenüber. Allein 41 Unternehmen machen hingegen Verluste. Diese sehen die Ursachen für das Minus vor allem darin sehen, dass sie kein präzises individuelles Pricing durchführen können. Jetzt suchen sie einen Ausweg bei der Ant Service Group, einem Fintech-Unternehmen des Internet-Riesen Alibaba.

Die Ant Group verfügt über ein Labor für versicherungstechnische Datenanalyse, welches Medienberichten zufolge viele neue Risikokenntnisse gewonnen hat. Eine davon lautet derzeit, dass ein PKW-Fahrer, der dauerhaft zwischen zwei festen Fahrzielen hin und zurück fährt, weniger Risiko als derjenige hat, der immer wieder neue Routen fährt. Eine weitere Erkenntnis lautet, dass die Schadenhöhe nicht so sehr mit dem Automodell zusammenhängt wie bisher angenommen, sondern vielmehr mit dem Fahrer zu tun hat.

Aufgrund dieser Daten können viele, präzise Pkw-Risiko-Punkte festgelegt werden. Diese wiederum sollen es den Versicherern ermöglichen, den verschiedenen Risikogruppen maßgeschneiderte Versicherungsprodukte anzubieten. Nach eignen Angaben hat die Ant Group der Versicherungsbranche das Datenlabor bereits zugänglich gemacht. Neun Kfz-Versicherer haben bereits eine Zusammenarbeit mit dem Fintech-Unternehmen vereinbart. (hy)

Bild: Straßenszene in Schanghai. Vielzahl von Autos bedeutet für die Versicherer nicht unbedingt gutes Geschäft. (Quelle: hy)

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