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Bläsing: Erster Hype bei Insurtechs ist vorbei

22.02.2018 – dietmar_blaesing_volkswohlbund“Wir müssen Digitalisierung als die große Chance verstehen, Geschäftsprozesse zu unseren Vertriebspartnern hin möglichst zu vereinfachen und zu optimieren“. Davon ist Dietmar Bläsing, Vorstandssprecher der Volkswohl Bund Versicherungen, überzeugt. Sein Unternehmen sei dafür auf dem richtigen Weg, wie aus Maklerbefragungen hervorgehe.

Wichtig ist für Bläsing in erster Linie, wie und was die Partner denken. Ratings würden dem Volkswohl Bund wiederholt beste technische Unterstützung attestieren. “Wir arbeiten extrem serviceorientiert. Als Mitinitiatoren von u.a. Bipro und Single Sign On, sind wir daran interessiert, dass die Vermittler technische Systeme nutzen können, die ihnen im Rahmen von Konsortiallösungen Verbindungen zu möglichst vielen Versicherern ermöglichen”. Zudem sei es besonders wichtig, sich in die Lage des Maklers zu versetzen. Dieser denke ausschließlich in Kundenbeziehungen. “Dem Makler hilft es wenig, bei dem einen oder anderen Versicherer elektronische Unterstützung zu haben, bei anderen aber ausschließlich händische”.

Bläsing zeigt sich skeptisch, ob Online Vertrieb mehr als ein Nischendasein entwickeln kann. Wenn in drei bis fünf Jahren das Versicherungsgeschäft nicht mehr durch Berater abgeschlossen werde, sondern nur noch online durch den Kunden selbst, hätte die Branche in den letzten 30 Jahren was falsch gemacht. Menschen würden bisher überwiegend lediglich Kfz-, Reiseversicherungen oder andere Nischenprodukte wie Fahrrad-und Handyversicherungen abschließen.

Er kenne niemanden, der sich von selbst überlege, durch Konsumverzicht 100 Euro für die Altersvorsorge anzulegen. “Wir brauchen weiter den Berater, der den Bedarf weckt”. Allerdings orientiere sich der moderne Kunde in den Beratungsgesprächen anders als bisher und vertraue nicht allein dem Vermittler. Er informiere sich im Netz und schaue, was dort in den Social Media-Kanälen an Bewertungen und Meinungen vorhanden ist. Der Kunde verhalte sich erheblich hybrider. In diese Richtung müssten die Unternehmen ihre Vertriebspartner stärker noch als bisher unterstützen.

In Insurtechs sieht der Vorstandssprecher keine Bedrohung der klassischen Versicherer. Der erste Hype sei ohnehin vorbei. “Wir sehen Insurtechs mit ihren technischen Möglichkeiten eher als Bereicherung”. Der Volkswohl Bund habe extra zwei Mitarbeiter beauftragt, sich ausschließlich mit Innovationsmöglichkeiten, und damit auch mit der der Start-up-Szene zu beschäftigen.

Mit Hilfe dieses Projekts wurde ein Produkt aus dem Pflegeversicherungsbereich entwickelt, das vor der Einführung steht. “Zunächst beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig aber mit den Geschäftsprozessen, um dann zu neuen Produkten zu kommen. Das wäre der Königsweg”. Der Volkswohl Bund gehe aber nur die Dinge an, von denen man sich Erfolge verspreche. (wo)

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der März-Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: Dietmar Bläsing (Quelle: Volkswohlbund)

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