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Bayerische Hausbesitzer-Versicherung klagt über Solvency

18.07.2017 – Bilanz, Zahlen Boerse M. Gapfel_pixelio.deDie vor allem in der Wohngebäudeversicherung tätige Bayerische Hausbesitzer-Versicherungs-Gesellschaft a.G. schafft zwar eine SCR-Bedeckungsquote von 346 Prozent, leidet aber unter dem Verwaltungsaufwand für das Eigenkapitalregime Solvency II. Dennoch verzeichnete der Spezialversicherer im abgelaufenen Geschäftsjahr ein leichtes Gewinnplus und deutlich mehr Beitragseinnahmen.

Die “umfangreichen und vielfältigen regulatorischen Anforderungen bei der Risikoberechung und im Meldewesen” verursachten eine “massive Belastung, und es stellt sich immer wieder die Frage, ob Aufwand und Nutzen, gerade für so einen kleinen, substanzstarken Versicherer, verhältnismäßig sind”, schreibt der Vorstand zum Geschäftsbericht 2016.

Wachstum und Sanierung brachten den Spezialversicherer 2016 mit positiven 0,6 Mio. Euro wieder in die Gewinnzone zurück. Nachdem im Vorjahr 0,9 Mio. Euro Jahresfehlbetrag nach Schäden aus dem Orkan Niklas, mehreren Feuer-Großschäden und einer Vielzahl Leitungswasserschäden ausgewiesen werden mussten. Über alle Sparten wuchsen die Beiträge 2016 um 8,4 Prozent auf 19,67 Mio. Euro. Dabei legte die Verbundene Wohngebäudeversicherung um 14,3 Prozent auf 15,18 Mio. Euro durch Neuabschlüsse, Deckungserweiterungen und Sanierungen im Bestand zu. Für das erste Quartal 2017 wird ein Beitragsplus von insgesamt 7,6 Prozent genannt.

Die Schadenquote fiel über alle sechs Sparten brutto auf 72,7 (91,3) Prozent bzw. netto auf 70,9 (90,0) Prozent. In der Wohngebäudeversicherung sank die Quote bei deutlicher weniger Geschäftsjahresschadenfällen netto auf 87,1 (122,8) Prozent. Damit verminderte sich der versicherungstechnische Verlust der Sparte auf netto 2,3 (- 3,6) Mio. Euro.

Insgesamt nahm der Verlust in der Versicherungstechnik f.e.R. auf 0,174 (- 1,87) Mio. Euro nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung ab. Die um 4,2 Prozent auf 25,7 Mio. Euro gestiegenen Kapitalanlagen brachten ein leicht auf 1,44 Mio. Euro gestiegenen Kapitalanlageergebnis. Investiert wird vor allem in Münchener Immobilien. Die Kapitalanlagen hatten nach Unternehmensangaben zum Bilanzstichtag 50,3 (46) Mio. Euro. Die versicherungstechnischen Bruttoreserven erreichten 21,5 (20,8) Mio. Euro. (lie)

Bildquelle: M. Gapfel / PIXELIO (www.pixelio.de)

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