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Bäte lässt Allianz-Manager Krieg spielen

03.04.2017 – militaer_pixelioAllianz-Chef Oliver Bäte sorgt mit seinem Führungsstil derzeit für durchaus kritischen medialen Widerhall. Nun soll er laut Nachrichtenmagazin Spiegel bei den Führungskräfte mit einer Militärübung für Irritationen gesorgt haben. Auf einer entsprechenden Tagung ließ er ehemalige US-Militärs aufmarschieren, die den Managern schnelle und transparente Entscheidungsabläufe nach Vorbild des US-Militärs beibringen sollten.

Das konkrete Szenario: Ein Kampfjetpilot war über dem Gebiet der verbündeten Allianz-Konkurrenten Generali und Zurich abgestürzt und sollte gerettet werden, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter. Auf entsprechenden Videoleinwänden wurden neben Allianz-Logo auch Militärhubschrauber, Jagdbomber, Landkarten und Militärabzeichen dargestellt.

Das Ziel der angeblichen Mission: Die Rettung des vermeintlich abgestürzten Piloten. In kleinen Gruppen sollte laut Spiegel deshalb der Kampfeinsatz geplant. Unterbrochen wurde dies von einer Notfallübung, bei der die Topmanager sogar unter die Tische kriechen mussten. Die Ausbilder der US-amerikanischen Coaching-Truppe – bestehend aus ehemaligen Kampfpiloten und Mitgliedern von Spezialeinheiten mit martialisch klingenden Namen wie “Thor” – hatten dazu auch gleich den passenden Kasernenton auf Lager: “Wer Fehler macht, ist tot.”

Manöver sorgt für “geschmackliches und kulturelles Missfallen”

Bei den teilnehmenden Managern sorgte das Szenario laut Nachrichtenmagazin jedoch nicht gerade für positive Stimmung. Der Konzern will laut Spiegel bereits auf die offene Kritik reagiert haben. Demnach sei das gewählte Szenario einzelnen Teilnehmern “geschmacklich und kulturell nicht so gut” angekommen, hieß es in einer Stellungnahme der Allianz gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Demnach wolle man die Übung so nicht noch einmal durchführen.

Konzernintern scheint die Kritik am Führungsstil Bätes damit neue Nahrung gefunden zu haben. Dabei stehen nicht nur dessen Modernisierungs- und Digitalisierungspläne im Fokus. Auch dessen “konservative Kommunikation” scheint Medienberichten zufolge im Unternehmen nicht sonderlich gut anzukommen.

Zudem berichtete die Wirtschaftswoche bereits im Februar von angeblichen Umsturzversuchen durch Deutschland-Chef Manfred Knof, was beide Beteiligte umgehend als “absoluten Quatsch” zurückwiesen und nicht müde wurden, ihr “sehr konstruktives Verhältnis” zueinander zu betonen.

Ebenfalls im Fokus der Kritik stand zudem Bätes vermeintlich “fragwürdige Kerosinspur”, wie die Welt am Sonntag im Februar titelte. Dabei sorgte dessen nicht gerade nachhaltige Nutzung des konzerneigenen Firmenjets für Kritik bei den Umweltschutzverbänden sowie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). (vwh/td)

Bildquelle: Gemen64 / PIXELIO / www.pixelio.de

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