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Bâloise steigert Gewinn um 34 Prozent

31.08.2017 – Hauptsitz Basler Versicherungen, BaloiseDie Basler Versicherung beendet die ersten sechs Monate mit einem Gewinn von fast 300 Mio. Franken. Das ist ein Plus von 34 Prozent. Dabei gelang es dem Versicherer, auch dank einer guten Schadensbilanz in der Nichtlebenversicherung den Schaden-Kosten-Satz zu verbessern. Ein weiterer Grund ist der Wegfall von Nachreservierungen im Deutschland-Geschäft, die das Vorjahresergebnis belastet hatten.

Der Gewinn kletterte in den ersten sechs Monaten um 34 Prozent auf 298,6 Mio. Franken, berichtete der Versicherer am Mittwoch. Analysten hatten im Durchschnitt mit 282 Mio Gewinn gerechnet. Im Geschäftsvolumen wuchs die Gruppe hingegen nur leicht um 0,8 Prozent auf 5,67 Mrd. Franken. Im Vorjahr hatten Rückstellungen und Restrukturierungen belastet.

Die Prämieneinnahmen legten insgesamt leicht um 0,8 Prozent auf 5,67 Mrd. Franken zu. Mit Prämien aus Personen- und Sachversicherungen (Nichtleben) hat Baloise etwa 2,15 Mrd. Franken eingenommen, ein Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. Bereinigt um Währungseffekte beträgt das Plus knapp zwei Prozent. Das heimische Sachversicherungsgeschäft ist traditionell die gewinnträchtigste Konzernaktivität.

Den Schaden-Kosten-Satz bezeichnet Bâloise mit 89,7 Prozent (Vorjahr 92,5%) als “hervorragend”. In allen Ländergesellschaften liege diese Kennzahl unter 100 Prozent. In der  Schweiz liegt der Wert sogar bei 81,4 Prozent. Es habe im Halbjahr kaum Großschäden gegeben und die Abwicklungsgewinne für Geschäft aus früheren Jahren bewegten sich auf nach wie vor hohem Niveau, begründet die Bâloise den Erfolg.

Bankentochter überzeugt mit Hypothekarkrediten

Im traditionellen Geschäft mit Lebensversicherungen gingen die Einnahmen leicht um 0,2 Prozent auf 2,41 Mrd. Franken zurück. Im deutschen Lebensgeschäft wirkt sich der Verkauf des geschlossenen Lebensversicherungsbestandes der deutschen Niederlassung der Basler Leben AG an die Frankfurter Leben-Gruppe negativ aus. Der operative Gewinn der Sparte (Ebit) wuchs wegen tieferer Reservebildungen aber deutlich von 45,5 auf 114,8 Mio. Franken.

Der verbesserte Geschäftsmix und die Zinsentwicklung hatten auch einen positiven Einfluss auf die Neugeschäftsmarge. Sie verbesserte sich auf 24,8 Prozent von 7,3 Prozent im Vorjahr. Die Bankentochter SoBa erhöhte den Gewinn, getragen von der Zunahme des Zinserfolgs, um 1,6 Prozent auf 13,3 Mio. Franken. Stark gewachsen ist das Institut in der Vermögensverwaltung (plus 30 Prozent).

Die Immobiliengesellschaft Pax Anlage ist wie erwartet im ersten Halbjahr 2017 in die roten Zahlen zurückgefallen. Aufgrund von Neubewertungen der Liegenschaften kam es zu einer Wertkorrektur von netto 15,9 Mio. Franken, was einen konsolidierten Verlust von 10,9 Mio. Franken zur Folge hatte. Pax Anlage gehört großmehrheitlich der Bâloise. Der Versicherer arbeitet an der vollständigen Übernahme. (vwh/dg)

Bild: Hauptsitz der Bâloise in Basel (Quelle: Bâloise)

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