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Axa setzt Zeichen für Schwule und Lesben

12.07.2017 – Axa_CSD1Mit 200 Mitarbeitern beteiligt sich die Axa am Christopher Street Day (CSD), dem Aktionstag für die Rechte von Homosexuellen in Köln. Der Versicherer stellt gar einen eigenen Demo-Truck. Mit “Diversity & Inclusion” will sich das Unternehmen als Arbeitgeber einen Namen machen und blickt dabei auch auf den Gewinn.

Zum dritten Mal nahmen Axa-Mitarbeiter beim CSD in der heimlichen Homo-Hauptstadt Deutschlands teil. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Versicherer mit eigenem Wagen und damals rund 150 Beschäftigten in den Demonstrationszug für die Rechte von Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und alle anderen Formen sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität (LGBT*) eingereiht.

Aktion ist der Personalabteilung einiges wert: 3.000 Euro kostet allein die Teilnahmegebühr, mehrere tausend Euro wurden außerdem für Wagengestaltung, Verpflegung der Teilnehmer und für Give-Aways ausgeben, informiert das Unternehmen. Besondere Personalkosten entstehen allerdings keine: Die Mitarbeiter, gekleidet in blauen Axa-T-Shirts mit der Aufschrift „schön bunt“, marschierten an ihrem freien Sonntag für LGBT*-Rechte.

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Homo, hetero, egal

“Viele Kolleginnen und Kollegen haben aus Solidarität zu unserer Mitarbeiterschaft teilgenommen, egal ob hetero-, homo- oder jegliche andere sexueller bzw. geschlechtlicher Orientierung”, sagt Unternehmenssprecherin Anja Kroll. Im Firmen-Intranet informierte die Personalabteilung über eine mögliche CSD-Teilnahme.

“Wir wollen ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung setzen”, erläutert Kroll die Motivation des Unternehmens. “Mit unserer Teilnahme am CSD zeigen wir sowohl der Öffentlichkeit als auch den Mitarbeitern, dass Axa Vielfalt wertschätzt und Menschen mit unterschiedlichen sexueller Orientierung und Identität willkommen heißt.”

Gewinne durch Gleichheit

Die Aktion ist Teil der Personalstrategie von “Diversity & Inclusion”, die Astrid Stange, “Vorständin” für Personal, Strategie und Organisation, ihrer Axa wortwörtlich auf die Fahnen geschrieben hat. “Wir sehen Vielfalt als entscheidenden Erfolgsfaktor und die vielfältigen Perspektiven als bereichernde und kreative Ressource”, verkündet das Unternehmen auf seiner Webseite. Sprecherin Kroll ergänzt: “Wir sind davon überzeugt, Kolleginnen und Kollegen, die sich frei zu ihrer sexuellen Orientierung und Identität bekennen können, motivierter, leistungsbereiter und zufriedener bei Axa sind.”

Internationale Homo-Lobby

Beim Thema sexuelle Orientierung und Identität bietet die Axa ihren Arbeitnehmern Begleitung beim innerbetrieblichen Coming Out, bei “Allies@AXA_Pride” können sich LGBT*-Mitarbeiter*innen und  ihre Unterstützer innerhalb des Unternehmens in Deutschland, aber auch länderübergreifend im Konzern vernetzen. Weitere Diversity-Schwerpunkte setzt die Axa bei der Gleichstellung von Mann und Frau (Gender Diversity) und sexueller Orientierung und Identität, bei Generationenvielfalt und bei einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Axa_CSD3_1Mit ihren Aktivitäten sticht die Axa heraus: “Diversity Management ist bei der Mehrheit der deutschen Unternehmen noch nicht richtig angekommen” bilanzierte EY in einer Studie zum zehnjährigen Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Herbst 2016. 60 Prozent der befragten Unternehmen sehen keinen Handlungsbedarf bei sexueller Orientierung und Identität. (de)

Bilder: Axa-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem CSD 2017 in Köln (Quelle: Axa)

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