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Axa IM rät zum Aktienkauf

06.07.2017 – aktienhandel_marko_greitschus_pixelio.de“Aktien bleiben erste Wahl”, betont Franz Wenzel, Anlagestratege für institutionelle Kunden von AXA Investment Managers. Er empfiehlt ein Übergewicht in Aktien und ein Untergewicht in Staatsanleihen. Ausschlaggebend für seine positive Sicht der Aktienmärkte sind die gesunkenen politischen Risiken und die besseren Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum.

“Trotz abnehmender geldpolitischer Impulse erfährt die Weltwirtschaft einen anhaltenden Aufschwung”, erklärt Wenzel. Er erwartet für das laufende Jahr ein globales Wirtschaftswachstum von rund 3,5 Prozent. Die konjunkturelle Erholung werde sowohl von einem stabilen Wachstum in den USA als auch von der beschleunigten wirtschaftlichen Entwicklung in Europa getragen. Europa profitiere ebenfalls von besseren Stimmungsindikatoren sowie von der Euroschwäche. Für die Eurozone prognostiziert Wenzel in 2018 ein gegenüber 2017 unverändertes Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. In Japan zeichne sich erneut eine schwächere Phase ab und auch Chinas Wachstum werde sich von momentan 6,5 Prozent kontrolliert abschwächen.

USA mit Risiken

Risiken macht Wenzel in den USA im Bereich der unvorhersehbaren Politik und der Gefahr höherer Inflation durch steigende Lohnstückkosten aus. “Die US-Notenbank Fed ist gut beraten, die Zinsen zu erhöhen”, so der Anlagestratege. Zudem gehe er von einem weiteren Zinsschritt in diesem und bis zu vier Zinserhöhungen im nächsten Jahr aus. In Europa habe die Europäische Zentralbank (EZB) erste Schritte zur Reduktion der geldpolitischen Stimuli eingeleitet. “Allerdings sind vor 2019 keine Zinserhöhungen zu erwarten, unter anderem weil die Inflation bislang unterhalb des Zielkorridors liegt”, erklärt Wenzel.

In seiner Anlagestrategie setzt Wenzel auf Aktien und andere Risikoanlagen: “Obwohl die Aktienmärkte mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 leicht überteuert sind, rechtfertigen anhaltend positive Gewinnaussichten und das steigende Volumenwachstum eine Übergewichtung von Aktien.” Auch das Zinsumfeld biete noch keinen Anlass zu einer Neueinschätzung der Aussichten für den Aktienmarkt. Ebenfalls attraktiv seien Unternehmensanleihen in Euro, die von niedrigen Ausfallraten und den noch anhaltenden Käufen durch die EZB profitieren. Staatsanleihen hingegen setzt Wenzel auf ein Untergewicht. (vwh/wo)

Bild: Aktienkurs (Quelle: Marko Greitschus / Pixelio / www.pixelio.de

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