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Axa IM investieren nicht mehr in Kohlesektor

27.04.2017 – kohle_pixelioDie Axa Investment Managers wollen sich zum 30. Juni 2017 von allen Unternehmen trennen, die mehr als 50 Prozent ihrer Umsätze im Kohlesektor generieren. Damit ergänzt die Investmenttochter der Axa-Gruppe bereits seit 2014 angewendete Richtlinie für Palmöl und Agrarrohstoffderivate. In der Praxis bedeutet dies, dass nun Engagements in Höhe von 165 Mio. Euro aus Anleihen- und zwölf Mio. Euro aus Aktienportfolien abgestoßen werden.

Demnach gelten die Kohlerichtlinien von Axa IM für ein verwaltetes Anlagevermögen von 714 Mrd. Euro (99,5 Prozent). Davon besonders betroffen seien vor allem Bergbauunternehmen und Stromerzeuger. Zudem will das Investmentunternehmen nach eigener Aussage mit dem Verkauf von Kohleengagements dazu beitragen, die globale Energiewende zu fördern.

“Als verantwortungsvoller Anleger und aktiver Treuhandverwalter von Kundenvermögen sind wir uns sicher, dass der Abbau von Kohleengagements langfristig zur Senkung der Portfoliorisiken beitragen kann: wir eliminieren damit schon heute Risiken in künftig wahrscheinlich ‘obsoleten’ Vermögenswerten, wenn die weltweiten Anstrengungen zur Begrenzung der Erderwärmung auf maximal plus zwei Grad Celsius greifen”, erläutert Andrea Rossi, Vorstandsvorsitzender von Axa IM.

“Diese Entscheidung steht im Einklang mit unserem Ziel, ESG in der Axa IM weiter und noch stärker zu integrieren. Und sie ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass den Vermögensverwaltern eine wichtige Rolle bei der Förderung der Energiewende zukommt. Wir wollen unsere Kunden sensibilisieren, das langfristige Risikopotenzial einer ungebremsten Produktion sowie des Verbrauchs von Kohle aufzeigen und Anleger dazu ermuntern, die langfristigen Vorteile von klimafreundlicheren Portfolien konsequent zu berücksichtigen”, glaubt der Axa IM-Chef.

“Axa IM ist seit fast 20 Jahren dem verantwortungsvollen Investieren verpflichtet. Während dieser Zeit ist das Interesse unserer Kunden an ESG und besonders der Kohle gestiegen, und wir haben dieses Thema auch aktiv angesprochen. Mit der Entscheidung, Kohleengagements zu veräußern, richten wir uns auf die langfristigen Bedürfnisse und Ziele unserer Kunden aus”, ergänzt Matt Christensen, Global Head of Responsible Investment bei Axa IM. (vwh/td)

Bildquelle: Rike / PIXELIO (www.pixelio.de)

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