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Allianz verkauft Lebenbestände in Taiwan

20.10.2017 – allianz_flagge1Die Allianz verkauft ihren Lebensversicherungs-Bestand in Taiwan. Laut einem Bericht des Handelsblatt werden die 78.000 hochverzinsten Policen mit Deckungsrückstellungen von 1,2 Mrd. Euro für den symbolischen Preis von einem Taiwan-Dollar an die taiwanische China Life Insurance verkauft. Die Allianz bestätigte den Verkauf auf Anfrage von VWheute.

Eigentlich wollte der Münchener Versicherer seine Bestände in dem südostasiatischen Tigerstaat bereits im vergangenen Jahr loswerden. Allerdings scheiterte der Run-off damals am Veto Finanzaufsicht in Taiwan gescheitert. Allerdings muss auch diese Transaktion wohl noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Mit dem Verkauf will die Allianz nach eigenen Angaben ihre Solvency-II-Quote um ein bis zwei Prozentpunkte verbessern.

Für den Münchener Versicherer ist es bereits der zweite Deal in Asien. Bereits im April 2016 ihre verlustreiche Südkorea-Tochter für mehr als drei Mio. US-Dollar an Anbang veräußert. Zuvor hatte Allianz-Chef Oliver Bäte eingeräumt, dass das Asiengeschäft aufgrund der hohen Zinsgarantien auf Lebensversicherungen sich nicht mehr rechnet. Europas größter Versicherer war seit 1999 in Südkorea aktiv.

In Deutschland ist der “Run-off” jedoch bislang “kein Thema”. “Wir stehen zu unseren Kunden, ohne Wenn und Aber. Wir möchten weiter Kunden gewinnen, nicht loswerden – gewinnen für die Allianz als starken Partner, für die private Altersvorsorge, für die Absicherung von Lebensrisiken”, machte Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Leben, bereits Anfang Oktober 2017 deutlich. (vwh/td)

Bildquelle: Allianz

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