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Allianz Q1: Deutschlandgeschäft wächst, Pimco stark

15.05.2017 – Treptow Towers_Berlin_AllianzDer Gesamtumsatz der Münchener stieg im ersten Quartal um 2,5 Prozent auf 36,2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis um 9,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. Speziell der Vermögensverwalter Pimco zeigt sich in starker Frühform. VWheute wollte Einzelheiten zum Ergebnis wissen, die Allianz zeigte sich auskunftsfreudig.

Die Allianz hält an ihren Zielen für das laufende Jahr fest. Das bestätigt Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE: „Allianz startete gut in das Jahr 2017. Mit diesen Ergebnissen ist die Gruppe auf dem Weg, das operative Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro. Trotz höherer Großschäden sowie Schäden aus Naturkatastrophen erzielte die Gruppe einen starken Anstieg des operativen Ergebnisses aufgrund der Verbesserungen im Leben- und Asset-Management-Geschäft. Der Periodenüberschuss für das Quartal war auch solide angesichts des außerordentlich starken Vorjahresquartals, das von der Veräußerung von Finanzbeteiligungen profitierte.”

Das Deutschlandgeschäft des Versicherers

Nicht erst seit gestern schwächeln die Lebensversicherer hierzulande, und auch die PKV scheint angeschlagen und muss mit Beitragsanpassungen nachjustieren. Die Allianz scheint davon unbeeindruckt: “AZ Leben hatte einen guten Start in das Jahr 2017. Der Umsatz ist im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Prozent gestiegen. Dies stimmt uns positiv für die Entwicklung im Gesamtjahr 2017.”

Zur Krankenversicherung schreiben die Münchener: “Aufgrund der nur moderaten Beitragsanpassungen der APKV ist unser Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,9 Prozent gestiegen.”

Im Bereich der Sachversicherung erzielte die Allianz in Deutschland einen Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und spricht von einem “guten Start in das Jahr 2017″.

Der Asset-Manager erfreut

Um fast ein Viertel (24,4 Prozent) steigerte Pimco das operative Ergebnis auf 572 Mio. Euro (Vj: 460). Maßgeblich hierfür war der Anstieg der operativen Erträge aufgrund des höheren für Dritte verwalteten Vermögens. Die Allianz sieht “bedeutenden organischen Wachstum” und einen “starken Nettozufluss”.

Nicht nur Positives

Es gibt aber auch Negatives. Der auf Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss sinkt um 15,3 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro, was laut der Allianz auf Verkäufen von Finanzbeteiligungen beruht, die das Vorjahresergebnis nach oben gehoben hätten.

Widersprüchliches aus den USA

Der Versicherer erzielte höhere Marge aus den Kapitalanlagen in den USA, gleichzeitig musste ein Rückgang bei den Umsätzen verkraftet werden. Zu den Gründen schreibt die Allianz: “In der Investment Marge gab es insbesondere im ersten Quartal 2016 hohe Verluste aus dem Basis-Risiko (Gefahr unterschiedlicher Entwicklung von Hedge-Instrument und produktseitigen Fonds). Im Verlauf des letzten Jahres wurde das Basis-Risiko durch verschiedene Maßnahmen reduziert, wodurch das Ergebnis insbesondere auch im ersten Quartal 2017 deutlich verbessert werden konnte und sich die hohen Verluste aus dem Vorjahresquartal nicht wiederholt haben. Die Investment Marge der Allianz US liegt in Quartal eins 2017 auf einem nachhaltigen Niveau.”

Beim sinkend Umsatz in den USA waren Probleme einer bestimmten Produktgruppe ursächlich, “[…] die Umsätze unserer ,FIA 222′-Produkte (Fixed Index Annuity Produkte) waren im Jahr 2016 stark gestiegen. Diesen Erfolg konnten wir 2017 aufgrund des zugenommenen Wettbewerbs in diesem Produktsegment nicht im selben Maß wiederholen. Im Laufe des ersten Quartals haben wir allerdings unsere Produkte angepasst.”

Ob die Anpassungen Früchte tragen, wird die Zukunft zeigen. Es scheint aber so, als ob die Allianz den Schwung des guten letzten Jahres ins Jahr 2017 mitnehmen konnte. (vwh/mv)

Bild: Treptow Tower, Allianz (Quelle: Allianz)

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