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Allianz kommt bei Neubau in Stuttgart voran

09.02.2017 – Allianz_StadionDie Stuttgarter Gemeinderäte bilden einen Unterausschuss zur Planung des Allianz-Neubaus und bringen das Verfahren damit einen Schritt weiter. Bis 2020 sollen die Allianz-Standorte in Stuttgart mit 4.000 Mitarbeitern, darunter Leben-Zentrale im Versicherungs-Viertel am Feuersee, auf das Gelände des TSV Georgii Allianz in Stuttgart-Vaihingen umziehen. Davor muss die Allianz jedoch noch einige Konflikte lösen, neben Umweltbelangen und Verkehrsaufkommen gilt es auch mit den angrenzenden Mietern einen Kompromiss zu schließen.

Im Umwelt- und Technikausschuss sprachen besonders die SPD-Stadträte einige strittige Fragen zur Planungsvorlage an. Wie so oft geht es um Arbeitsplätze: Die Vorlage sah eine Weitervermietungsoption der zu bauenden Immobilie vor, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Die Stadträte interpretierten dies als die Möglichkeit vorbehalten, mit ihren 4.000 Stellen bald weiterzuziehen? Tatsächlich bekannte sich die Allianz bereits früh im Planungsprozess zum Standort Stuttgart. Das Unternehmen wolle sich langfristig im Synergiepark Möhringen/Vaihingen engagieren. Diesen aufzuwerten, sei das Ziel des nun zu startenden Architekten-Wettbewerbs, erklärt Projektleiter Claus Deblitz. 30.000 Arbeitsplätze bietet das Gewerbegebiet, neben Daimler haben auch die Dekra und der Deutsche Sparkassenverlag hier einen Sitz.

Selbst an die alte Eiche wird gedacht

Ein weiteres Hindernis für den Allianz-Neubau könnten die Mieter der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) darstellen. Die Mehrparteienhäuser, die an das Gelände der Allianz angrenzen, wurden bereits in kooperative Planung mit der Stadt einbezogen. Die Verwaltung sicherte, nach Information der Stuttgarter Zeitung, zu, die bisherigen Mieter in Wohnungen an anderer Stelle unterzubringen. Außerdem befindet sich eine alte Eiche auf der Freifläche, die ein Baumgutachter als erhaltenswert einschätzt. Auch dies muss die Allianz bei ihrem Neubau berücksichtigen.

Damit nicht genug: Ein zu breites Gebäude könnte die Freiluftschneise versperren, die für die vom Feinstaub belastete Stadt besonders wichtig ist, schreiben Gutachter. Nach einer Diskussion einigte man sich als Kompromiss auf einen Grünzug von 40 Meter Breite, berichtet die Stuttgarter Zeitung weiter. Den Segen der Grünen-Fraktion erhält das Projekt: “Wir sind froh, die Allianz als große, fortschrittliche Arbeitgeberin in Stuttgart halten zu können und wollen damit auch ihr langjähriges Engagement in der Stadt würdigen. In der Planung hat sich die Allianz stets äußerst kooperativ verhalten“, erklärt Anna Deparnay-Grunenberg, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Stuttgart.

Auch die anliegenden Sportvereine sorgten sich wegen dem Neubau, darunter der TSV Georgii Allianz, der traditionsgemäß mit dem Versicherer verbunden ist. Von 1.100 Vereinsmitgliedern sind knapp 90 Allianzer. Zwar will die Allianz Leben ihren Betriebssport an der Stätte stärken, doch fallen durch den Neubau auch Sportflächen weg. Auch hier konnte bereits vor Weihnachten eine Lösung gefunden werden, der Sportbetrieb soll auch während des Neubaus weiterlaufen.

Außerdem muss die Allianz mit einem intelligenten Verkehrskonzept vorbeugen, dass die Heßbrühlstraße, ihre neue Adresse, nicht durch die einpendelnden Mitarbeiter verstopft. Allerdings kommt die Mehrheit der 4.000 Allianzer in Stuttgart mit den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zur Arbeit, die Anbindung werde am neuen Standort noch verbessert. Dies sei ein wichtiges Argument bei der Wahl für den neuen Standort gewesen, lässt das Unternehmen verlautbaren. (vwh/de)

Bild: Das Stuttgarter Allianz-Stadion (Quelle: ba)

Anmerkung der Redaktion: Eine frühere Version des Artikels enthielt Fehler. Diese wurden nach Hinweis des Unternehmens korrigiert.

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