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Allianz investiert in finnischen Energiekonzern Elenia

15.12.2017 – allianz_flaggen_allianzDie Einkaufstour der Allianz geht unverminderter Dinge weiter. So will sich der Konzern mit einem Konsortium beim finnischen Energieversorger Elenia beteiligen. Demnach werden die Infrastruktur-Tochter Allianz Capital Partners (ACP) und die australische Bank Macquarie jeweils 45 Prozent an Elenia. Einen Kaufpreis gab das Unternehmen zwar nicht bekannt. Insider sprechen jedoch von einer Summe über 3,5 Mrd. Euro einschließlich Schulden.

Elenia betreibt in Finnland ein 69.000 Kilometer langes Elektrizitätsnetz, mit dem etwa 420.000 Menschen versorgt werden. Der Marktanteil des finnischen Energiekonzerns liegt demnach bei zwölf Prozent. Dazu kommen 16 lokale Fernwärmenetze mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometern. Im vergangenen Jahr erzielte Elenia einen operativen Gewinn von 168 Mio. Euro.

Infrastrukturinvestitionen scheinen bei der Allianz derzeit besonders beliebt zu sein. Bereits vor wenigen Monaten gab die Allianz bekannt, in ein spanisches Gasnetz investieren zu wollen. Schon vor einem Jahr hatte der Münchener Versicherer ein Gasnetzwerk in Nordengland sowie 30 Prozent des rumänischen Energiekonzerns E.ON Distribuţie România erworben.

ACP geht mit AllianzGI zusammen

Zeitgleich gab die Allianz bekannt, die Allianz Capital Partners (ACP) zum 1. Januar 2018 als eigenständige Geschäftseinheit in die Investmenttochter Allianz Global Investors (AllianzGI) zu integrieren. Das Ziel sei es, auf der Basis von ACPs langjährigem Know-how und Investment-Prozessen ein gemeinsames Investment-Angebot für externe Kunden zu entwickeln.

ACP verwaltet derzeit im Auftrag der Allianz 22 Mrd. Euro an alternativen Eigenkapitalanlagen. Mit der Eingliederung von ACP steigt das von AllianzGI in Alternatives verwaltete Vermögen auf mehr als 58 Mrd. Euro. Derzeit verwaltet der Asset Manager mehr als 36 Mrd. Euro an alternativen Vermögenswerten für institutionelle und private Anleger auf der ganzen Welt.

Allianz und Hypovereinsbank starten Vertriebskooperation planmäßig

Vollzug meldet übrigens auch die Hypovereinsbank: Demnach soll die angekündigte Vertriebskooperation wie geplant zum 1. Januar 2018 starten. Die geplante Zusammenarbeit richtet sich sowohl an Privat- als auch Unternehmenskunden. Künftig sollen Kunden der HypoVereinsbank alle Policen von Lebens- über Sach- bis hin zu Krankenversicherungslösungen abschließen können.

Demnach sollen im Privatkundengeschäft alle Kundenbedarfe in den drei Bereichen “Basis” (z.B. Privatschutz, Haftpflicht, Berufsunfähigkeit), “Vorsorge” (z.B. Sofortrente, Riester-Rente, Privat-Rente) und “Sicherheit” (z.B. Risiko Leben, Pflegerente, Unfallschutz) abgedeckt werden, heißt es bei der Hypovereinsbank. Zudem sollen besondere Risiken von Private Banking-Kunden, beispielsweise mit speziellen Versicherungslösungen im Bereich Kunst oder Oldtimer, versichert werden.

Im Firmenkundengeschäft umfasst die Kooperation sowohl die individuelle Absicherung von betrieblichen Risiken als auch die Versorgung der Mitarbeiter und des Unternehmers selbst ein. Hinzu kommen
Lösungen mit Blick auf aktuelle Themen wie den Schutz im digitalen Zeitalter oder das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz, heißt es bei der Hypovereinsbank weiter.

Mit der neuen Vertriebskooperation endet zum Jahresende auch die seit 2001 bestehende Zusammenarbeit der Hypovereinsbank mit der Ergo. Demnach sollen können ab 1. Januar 2018 neue Versicherungsverträge über das Kreditinstitut nur noch mit der Allianz geschlossen werden können. “Die Verträge, welche die Bankkunden mit Ergo abgeschlossen haben, sollen hingegen weiterhin bestehen bleiben”, versprach die Allianz hingegen schon vor einem Jahr.

Allianz genießt hohe Reputation

Übrigens: Laut einer jüngst veröffentlichten Reputationsstudie der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor exklusiv für das Wirtschaftsmagazin Capital unter den 30 Dax-Konzernen liegt die Allianz immerhin auf Platz sechs. Der Münchener Rückversicherer Munich Re kommt in diesem Ranking lediglich auf Platz 28. Spitzenreiter ist demnach der Reifenhersteller Continental vor dm Sportartikelhersteller Adidas auf Platz zwei und dem Automobilkonzern Daimler auf Platz drei. Schlusslicht ist die Commerzbank, noch hinter dem Softwarehersteller SAP auf Rang 29. (vwh/td)

Bildquelle: Allianz

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