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AIG ist nicht mehr systemrelevant

02.10.2017 – AIG_AIGDer US-Versicherer ist nicht mehr systemrelevant. Medienberichten zufolge haben die US-Finanzaufseher den Versicherungsriesen aus der strengen Aufsicht für systemrelevante Finanzinstitute entlassen. Der Konzern war 2008 tief in die Finanzkrise verstrickt und musste mit 182 Mrd. US-Dollar zurückzahlen. AIG hatte den Betrag mittlerweile erstattet, stand aber weiter unter staatlicher Beobachtung.

In einer kurzfristig anberaumten Sitzung des Ausschusses für die Aufsicht über die Finanzstabilität (Financial Stability Oversight Council – FSCO) am Freitag stimmten sechs Mitglieder dafür, den US-Versicherer aus der strengen Aufsicht zu entlassen, darunter auch die US-Notenbankpräsidenten Janet Yellen. Drei Mitglieder stimmten dagegen. In den USA prüfen die Aufseher systemrelevant eingestufte Banken, Versicherer und andere Finanzfirmen eingehender als andere Unternehmen. So gelten in den Vereinigten Staaten beispielsweise striktere Kapitalvorgaben.

Wirtschaftlich scheint es in diesem Jahr für AIG jedenfalls gut zu laufen. So schaffte der Konzern allein im ersten Quartal 2017 dank höherer Erträge im Investmentgeschäft und Kostensenkungen den Dreh in die Pluszone und verdiente 1,19 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis betrug 1,37 Mrd. US-Dollar (2016: 765 Mio. Dollar). Die Börsen reagierten positiv. Gleichzeitig erhöht der US-Versicherer das Aktienrückkaufprogramm um bis zu 2,5 Mrd. US-Dollar. (vwh/td)

Bildquelle: AIG

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