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Agila: “Digitalisierung ist die treibende Kraft”

15.03.2018 – patrick_doering_wertgarantieVon Agila-Vorstand Patrick Döring. Politik und Diplomatie sind Interessenausgleich durch Diskurs und Gesprächsführung. Und Führung ist immer klarer Kompass mit Kompromissbereitschaft, Blick für das Machbare bei zukunftsorientierten Zielen. In der Politik wie in Unternehmen sollte man diese Pole ausbalancieren und immer wieder überprüfen.

Einen unschätzbaren Vorteil hat die Tätigkeit in Unternehmen aber gegenüber der Politik: sie können verborgen, vertraulich und intern arbeiten und müssen den Faktor öffentliche Wirkung nicht bei jedem Schritt mitdenken. Das erleichtert vieles sehr und hat sicher dazu beigetragen, die Agila nach vorne zu bringen.

Als ich 1999 – weit vor meiner Zeit im Deutschen Bundestag – zu Agila und zur Wertgarantie Group als Vorstandsassistent kam, da war die Haustierkrankenversicherung noch ein kleines, belächeltes Spezialthema im Markt. Bezahlvorgänge in den zahllosen Tierarztserien meiner Kindheit wie “Der Doktor und das liebe Vieh” kamen kaum vor, und wenn, dann bar und ohne Quittung und eher kleinere Beträge. Doch heute ist ein Hund ein geliebtes Familienmitglied, manchmal urbanes Accessoire, immer ein Lebensgefühl. Frei nach Loriot: “Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos”.

Mittlerweile gilt Haustierhaltung in Deutschland als Wachstumsmarkt. Mehr Tiere, mehr tierärztliches Know-how, mehr Dienstleistungen – da ist noch viel Raum für Wachstumsphantasien. Wir werden im Jahr 2018 rund 250.000 Kunden haben und weiter zweistellige Wachstumsraten realisieren können. Ich denke, der Meilenstein 500.000 Tiere wird vor 2025 erreicht sein.

“Ohne Digitalisierung stünden wir nicht da, wo wir sind”

Die Digitalisierung ist auf diesem Weg eine treibende Kraft. Ohne stünden wir nicht da, wo wir sind. Vertrieblich wurde mit der Agila-Welt der größte Erfolg erreicht und die Marke etabliert. Wir sind nah am Kunden und Tierhalter, haben mehr Community-Mitglieder als Versicherte und insgesamt eine Aufmerksamkeit erarbeitet, die in Print- und Special-Interest-Medien kaum bezahlbar und erreichbar ist.

Bei mehr als 16.000 Tierarztrechnungen im Monat ist die Digitalisierung aber auch ein unverzichtbarer Bestandteil der betrieblichen Prozesse. Wir können immer noch fast alle Schäden in 24 Stunden schließen. Das ist weitestgehend einmalig in der Welt der Versicherungen.

Zudem haben der medizinische Fortschritt in der Veterinärmedizin und der Trend zu Kliniken und Spezialisten auch die Kosten der Haustierhaltung stark beeinflusst. Die Tiermedizin steht der Humanmedizin mittlerweile ist fast nichts nach, Behandlungsmethoden und Diagnostik wie beispielsweise MRT, Physiotherapie oder Bestrahlung bei Tumoren, sind keine Seltenheit, sondern gehören zum Standard.

Für uns Menschen übernimmt die gesetzliche oder private Krankenversicherung diese Kosten, ein ähnliches System gibt es auch für Tiere: Eine Haustierkrankenversicherung – als Rundum-Paket oder nur für Operationen – bietet Schutz vor hohen Tierarztkosten, die oft mehrere Hundert oder gar Tausende Euro betragen können und in der Regel ungeplant anfallen. Der Haftpflichtschutz für Hunde ist ohnehin unabdingbar und in vielen Bundesländern bereits verpflichtend.

Da diese Schäden aber schnell existenzbedrohend werden können – insbesondere, wenn motorisierte Fahrzeuge und andere Menschen involviert sind – sollte jeder Hundehalter eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung haben, denn auch der besterzogenste Hund kann in gewissen Situationen unerwartet reagieren.

Einige Punkte sind besonders wichtig: Ausreichend hohe Deckungssummen, eine geringe Selbstbeteiligung, ein Schutz, der auch im Ausland gilt, die Abdeckung von Schäden, die während der Fremdhütung entstehen und auch die Mit-Absicherung von Mietsachschäden. Für Hundehalter ein “must have.”

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Versicherungswirtschaft.

Bild: Patrick Döring (Quelle: Wertgarantie)

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