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Achtung: Heute schlägt’s 13 – Versicherer beruhigen

13.04.2018 – Freitag der 13_knipseline_pixelio.deWas machen Sie eigentlich heute, liebe Leser? Freuen Sie sich an diesem Freitag bereits auf ein neuerliches Frühlingswochenende oder verkrümmeln Sie sich an diesem Tag lieber angsterfüllt in den eigenen vier Wänden? In letzterem Fall gehören Sie vermutlich zu den Menschen, die unter “Paraskavedekatriaphobie” leiden – sprich: Angst vor Freitag, dem 13. Völlig unbegründet meinen die Versicherer.

“Der Blick auf die Schadenzahlen aus der Sach- und Unfallversicherung sollte alle Abergläubischen beruhigen können: Auch wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt, besteht in der statistischen Langzeitbetrachtung kein Anlass zu besonderer Sorge”, konstatiert die Zurich und beruft sich dabei auf eine eigene Schadenstatistik, welche seit nunmehr elf Jahren speziell auf diesen Aspekt hin untersucht werde.

Das Ergebnis lautet: “Im langjährigen Mittel liegt die Zahl der an einem Freitag, den 13. gemeldeten Fälle auf ähnlichem Niveau wie an allen anderen Tagen (-0,7 Prozent). Bei der Zurich Gruppe Deutschland wurden am letzten ‘Unglückstag’, Freitag, den 13. Oktober 2017, sogar 19,8 Prozent weniger Schäden als an allen anderen ausgewerteten Freitagen des Jahres gemeldet”, erklärt Michael Pecheim, Leiter Controlling & Performance Management bei Zurich.

Zudem habe sich die Zahl 13 an sich hat keinen negativen Einfluss auf die Schadenhäufigkeit an einem Datum. Durchschnittlich gingen an dem 13. eines Monats (ohne Freitage) im Schnitt etwa ähnlich viele Schäden wie an allen anderen Tagen ein, heißt es bei der Zurich weiter.

Etwas differenzierter sieht es hingegen die Gothaer: Betrachte man isoliert das Jahr 2017 könnte tatsächlich der Schluss naheliegen, dass Freitag, der 13. ein Unglückstag ist, heißt es beim Kölner Versicherungskonzern. “Denn am 13. Januar 2017 haben wir in unserer Statistik 1.738 Schäden bei unseren Privatkunden verzeichnet – etwa drei Mal mehr als üblich”, sagt Roger Pohl vom Gothaer Schaden-Controlling. Allerdings lag dies weniger am vermeintlichen Unglückstag selbst, als vielmehr an Sturmtief “Egon”, welches am 13. Januar über Deutschland hinweg gezogen war.

ADAC sieht keinen Grund zur Panik

Auch der ADAC sieht im Freitag, dem 13. keinerlei Grund zur Panik: So habe eine Auswertung der Unfallzahlen von Januar 2004 bis 2016 gezeigt, an den Tagen, die auf einen Freitag, den 13., fielen, nur geringfügig mehr Unfälle mit Personenschäden als an den anderen Freitagen. So ereigneten sich an allen Freitagen in diesem Zeitraum durchschnittlich 991 Unfälle mit Personenschäden. An den 23 Freitagen, die während dieser Zeit auf einen 13. fielen, kam es durchschnittlich zu 995 Unfällen.

Dennoch sei der Freitag im Durchschnitt der unfallträchtigste Tag der Woche mit 49.494 Unfälle im gesamten Jahr, heißt es beim ADAC. Zum Vergleich: An allen Sonntagen waren es 28.234 Unfälle, an allen Montagen 46.808. Die Erklärung ist hingegen so simpel wie logisch: das höhere Verkehrsaufkommen an Freitagen sorgt naturgemäß für mehr Unfälle. Wochenendpendler machen sich auf den Heimweg, Ausflügler und Urlauber sind verstärkt unterwegs.

Doch woher kommt die vermeintliche Furcht vor Freitag, dem 13.? Die Gründe dafür sind jedenfalls vielfältig: So gilt der Freitag beispielsweise den Christen als Unglückstag, weil Jesus an Karfreitag gekreuzigt, nach dem er von einem Mann namens Judas als “13. Gast” verraten worden war. Zudem sollen Adam und Eva ebenfalls an einem Freitag aus dem Paradiese vertrieben worden sein.

Glück und Leid – Seit an Seit

In der Summe halten sich also Glück und Leid hingegen die Waage: So öffnete an einem Freitag, dem 13. November 1962 in der Großen Freiheit 39 der Star-Club in St. Pauli erstmals seine Pforten. Eröffnungsgast war eine damals unbekannte englische Band namens “The Beatles” – der weitere Weg zur Weltkarriere ist bekannt. Ganz anders dürften es hingegen die Passagiere des ehemaligen Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia” sehen, welches am Freitag, dem 13. Januar 2012 auf Grund lief. 32 Todesopfer und zahlreiche Verletzte waren die Folge.

Psychologen sind sich hingegen bislang nicht einig, wodurch eine Phobie im Einzelfall verursacht wird. Allerdings besage die sogenannte “Lerntheorie”, dass die Furcht von einer anderen Person übernommen, also “erlernt” werden kann. Auch genetische Ursachen werden dabei nicht ausgeschlossen. Dabei sind selbst vermeintliche Stars nicht vor entsprechenden Ängsten gefeit.

So fürchtete sich beispielsweise die Schauspiellegende Woody Allen nicht nur vor Fahrstühlen, engen Räumen, Höhe und Hunden. Auch Duschen mit einem Abfluss in der Mitte waren dem Kult-Regisseur nicht sonderlich geheuer. Und während australische Schauspielerin Nicole Kidman eine Gänsehaut vor Schmetterlingen bekommt, fürchtet sich US-Talk-Queen Oprah Winfrey vor allem vor Kaugummis.

Kurzum: VWheute wünscht allen Leserinnen und Lesern viel Glück am heutigen Freitag. Ohne Aberglaube ist es auch bloß ein Tag wie jeder andere. (vwh/td)

Bildquelle: knispeline / PIXELIO (www.pixelio.de)

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