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„Zu ineffizient, zu diversifiziert und zu komplex“

02.07.2015 – deutschebank_turm_kleinAn seinem ersten Arbeitstag als neuer Chef der Deutschen Bank hat sich John Cryan in einem Brief an seine rund 100.000 Mitarbeiter gewandt. Der Ruf sei beschädigt, die Bank arbeite mit veralteten Technologien und sei zu komplex. Die Sanierungskur werde nicht “harmonisch und ohne Probleme verlaufen”. Die Deutsche Bank hat den Mitarbeiterbrief sogar veröffentlicht.

Der Brite John Cryan, früher Finanzchef bei der Schweizer UBS und seit 2013 im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, war Anfang Juni zum neuen Konzernchef berufen worden. An den grundlegenden Weichenstellungen seines Vorgängers Anshu Jain will er festhalten, wie er seinen Mitarbeitern in einem Brief mitteilte. Das bedeutet eine deutliche Schrumpfkur. Kosten senken und das Geschäftsmodell vereinfachen: “Wir reduzieren den Umfang unserer Aktivitäten. Wir müssen nicht alles für jeden sein”, hebt der neue Vorstandschef hervor.

Empfindliche Einschnitte kündigte er im Investmentbanking an. Dieser dürfe nicht mehr “so bilanzintensiv sein. Diesen Luxus können wir uns nicht erlauben”, schrieb Cryan. Gemeinsam mit Jürgen Fitschen werde er sich “unermüdlich und unablässig” darum bemühen, “dass die Deutsche Bank wieder dorthin zurückkehrt, wo sie hingehört: nämlich ins Herz der deutschen Gesellschaft und ihrer Wirtschaft”.

Details zur Umsetzung seiner Strategie wird der 54-jährige Brite erst im Herbst präsentieren. Seine erste Botschaft wurde an der Börse mit einem deutlichen Kursaufschlag honoriert. (vwh/dg)

Bild: Zentrale der Deutschen Bank (Quelle: Deutsche Bank)

Link: Die veröffentlichte Botschaft von John Cryan an seine Mitarbeiter

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