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Yellen vollzieht historische Zinswende

17.12.2015 – Dollar by_Andrea Damm_pixelio.deUm 20 Uhr deutscher Zeit ist eine Epoche der US-Geldpolitik zu Ende gegangen. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat das Ende der Nullzins-Politik eingeläutet und den Leitzins auf die Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent angehoben. Nach dem Willen von Fed-Chefin Janet Yellen soll es in vorsichtigen Schritten weitergehen, berichtet das Handelsblatt.

Die US-Interest-Rate wurde zuletzt während der Finanzkrise 2008 angepasst. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Risiken für Wirtschaft und Arbeitsmarkt seien ausgeglichen. Der Arbeitsmarkt habe beträchtliche Fortschritte gemacht, begründeten die Währungshüter ihre Entscheidung.

In den ersten Minuten nach der Verkündung dreht der Dow Jones-Index leicht ins Minus, berappelte sich aber direkt wieder und verzeichnete Zugewinne. Die Kurse amerikanischer Staatspapiere gerieten deutlich unter Druck. Im Umkehrschluss legte die Rendite deutlich zu.

GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener erklärt zur Zinsentscheidung der US-Notenbank:

“Die erste Straffung der US-Leitzinsen seit dem Jahr 2006 markiert sicher einen historischen Wendepunkt, das allgemeine Zinsniveau wird sich dadurch aber kaum ändern. Für die EZB hat der Zinsentscheid der Fed keine Signalwirkung – dazu sind auch die konjunkturellen Rahmenbedingungen zu unterschiedlich. Die Kapitalmarktzinsen im Euroraum werden wohl noch für sehr lange Zeit auf ihrem extrem niedrigen Niveau verharren.”
(vwh/dg)

Link: Die große Wende in der Geldpolitik

Bildquelle: Andrea Damm / pixelio.d

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