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“Wüstenstromgesellschaft Desertec vor dem Aus”

13.10.2014 – “Karawane am Abgrund” (SZ), “Wüstenstromgesellschaft Desertec vor dem Aus” (FAZ) oder “Erneuerbare Energie: Desertec steht vor dem Aus” (Spiegel). Auf der Desertec-Jahreskonferenz am heutigen Montag in Rom wollen die Gesellschafter, zu denen RWE, MunichRe, ABB oder die Deutsche Bank gehören, über die Zukunft der Initiative beraten. Parallel dazu rufen deutsche Medien das Ende der hochfliegenden Pläne zur Errichtung gigantischer Sonnenkraftwerke in Nordafrika aus. So sieht nicht nur die Rheinische Post das Projekt als gescheitert an.

“Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung droht der vor fünf Jahren mit großen Hoffnungen gestarteten Desertec Industrial Initiative (Dii) Ende 2014 die Abwicklung. Wenn am Montag Konzerne wie die Deutsche Bank, MunichRe, der schweizerische ABB-Konzern, die italienische Energiefirma Enel, Spaniens Abengoa oder der saudische Energieversorger Acwa Power Emissäre auf den Hügel in Vatikannähe schicken, geht es um alles oder nichts für den Zusammenschluss von 35 internationalen Konzernen.”

Und die FAZ schreibt: “Die Initiative galt damals als eines der ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekte überhaupt. Bis 2050 sollte sie den Weg für den Bau Hunderter Öko-Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten ebnen, die zusammen den Strombedarf der Region zu großen Teilen decken könnten – und dazu noch rund 15 Prozent des europäischen Verbrauchs.”

Und die Rheinische Post sekundiert: “Das Großprojekt stand von Anfang an unter einem schlechten Stern: In Nordafrika war der arabische Frühling ausgebrochen, der politische und ökonomische Unsicherheit brachte. Nach dem Unglück von Fukushima trieben die Konzerne verstärkt den Ausbau der erneuerbaren Energien in ihren Heimatländern voran. Zudem gab es Streit zwischen den Mitgliedern. Die afrikanischen und arabischen Länder beklagten sich über das koloniale Auftreten der Europäer. Die wiederum setzten technisch auf das falsche Pferd. Mit der Solarthermie, der Stromgewinnung aus Sonnenhitze, versenkte Siemens 400 Millionen Dollar und stieg aus. Auch die Manager wechselten rasch. Zuletzt wurde bekannt, dass DII-Chef Paul van Son zu RWE wechselt.”

Links: Karawane am Abgrund, Streit um Finanzierung: Wüstenstrom-Projekt vor dem Aus, Wüstenstrom-Initiative Desertec ist gescheitert

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