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Wird der VW-Skandal zum Versicherungsfall?

19.10.2015 – VW_Bernd Kasper_pixelioDer Abgasskandal beim Autobauer Volkswagen beschäftigt derzeit nicht nur die Medien und Justiz. Zwar ist der Konzern im Rahmen einer D&O-Versicherung bei einem Konsortium unter der Führung der Zurich mit einem Betrag bis zu 500 Mio. abgesichert. Ob diese allerdings überhaupt greift, ist derzeit noch offen, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Der entscheidende Punkt ist demnach die Rolle des Vorstandes. Hat dieser den Abgasskandal angeordnet, zahlt keine Versicherung, schreibt das Blatt. Zwar zahlen die Versicherer zunächst die Abwehrkosten, die bereits einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe erreichen können. Bei Vorsatz können diese allerdings vom schuldigen Vorstand zurückgefordert werden.

Zudem geht das Blatt davon aus, dass es dennoch sehr unwahrscheinlich ist, dass die volle Summe ausgezahlt wird. Gilt die Schuldfrage als geklärt, gebe es in den meisten Fällen einen Vergleich. Allerdings wäre es für VW nicht der erste D&O-Fall. So hatte sich der Autokonzern mit Versicherern über die Zahlung von 4,5 Mio. Euro geeinigt. Hintergrund war die Spesenaffäre des früheren Vorstandes Peter Hartz. So hatte dieser zahlreiche Luxusreisen und Bordellbesuche von Betriebsräten über sein Spesenkonto abrechnen lassen. (vwh/td)

Bildquelle: Bernd Kasper / pixelio.de

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