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Wie JP Morgan skrupellose Mitarbeiter erkennt

10.04.2015 – Cyber_AttackeVor dem Hintergrund neuartiger Maßnahmen zur vorausschauenden Totalüberwachung ihrer Mitarbeiter beim amerikanischen Bank- und Investmenthaus JP Morgan zieht das Manager Magazin (MM) Parallelen zum Hollywood-Gangster-Streifen Minority Report. Im Film sollen Verbrechen im Vorfeld erkannt und bekämpft werden, in der Realität will JP Morgan Verstöße gegen die Comliance-Regeln des Hauses schon im Frühstadium identifizieren. Auslöser dafür sind ausufernde Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.

Deshalb greift JP Morgan nun zu drastischen Mitteln: Sie lässt ihre Mitarbeiter überwachen. Ein Algorithmus soll anhand der gewonnenen Daten ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter vorhersagen, berichtet das Manager Magazin.

JP Morgan testete das Programm bislang nur im Händler-Geschäft. Bis 2016 soll es jedoch auch im Investment-Banking und Vermögensmanagement zum Einsatz kommen. Mitarbeiter, die gegen Regeln verstoßen, sollen identifiziert werden, bevor sie Schaden anrichten können.

So wird beispielsweise überprüft, ob Mitarbeiter Compliance Schulungen schwänzen, Handelsregeln missachten oder bestimmte Risiken überreizen. Anhand der Verhaltensmuster sollen dann Vorhersagen darüber getroffen werden, ob ein Mitarbeiter durch sein Handeln der Bank und Kunden schaden könnte, so das Magazin weiter.

Ein Programm für welches sich möglicherweise auch die Deutsche Bank interessieren dürfte, hat sie doch ähnlich wie JP Morgan große Rückstellungen für zahlreiche Prozesse in Europa und den USA gebildet. (vwh)

Bild: Der falsche Klick identifiziert den Bösewicht. (Quelle: ak)

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